Die bereits sechste Niederlage im siebten Punktspiel mussten die Bundesligadamen des HSC 2000 Magdeburg am Wochenende gegen den VfL Wolfsburg hinnehmen. Mit 17:22 (8:8) unterlagen die Elbestädterinnen vor heimischer Kulisse gegen den Aufsteiger aus Niedersachsen und bleiben somit auch weiter im Tabellenkeller.

Magdeburg. Es scheint, als könne der HSC 2000 Magdeburg einfach nicht mehr gewinnen. Auch im Kellerduell gegen den VfL Wolfsburg spielten die Sachsen-Anhalterinnen lange Zeit gut mit, vergaben am Ende doch noch eine sicher geglaubte Fünf-Tore-Führung.

Dabei begann die Partie gar nicht so schlecht für die Gastgeberinnen. Nach der schnellen 1:0-Führung (1.) durch Schröder konnten die Gäste aus Wolfsburg zwar bis zur 7. Minute selber mit 3:1 in Front gehen. Doch zeigte sich die Subocz-Sieben vor allem in der Einsatzbereitschaft sowie im Spielaufbau zunächst sehr engagiert. Yvonne Sachse bereitete nach überstandenen Verletzung mit einem tollen Pass auf Jasmin Maue den 2:3-Anschlusstreffer (10.) vor, so dass die Partie schnell wieder offen war.

Danach zeigte sich, dass Gäste-Trainer Michael Funke seine Hausaufgaben scheinbar gründlich erledigt hatte und seine Mannschaft optimal auf die Spielzüge der HSC-Damen eingestellt hat. So zwangen die Wolfsburgerinnen mit einer guten Deckungsleistung die "Bandits" immer wieder zu Ballverlusten, aus denen letztendlich die Gäste bis zum 7:4 (21.) durch Anja Ejsmont Kapital schlagen konnten.

Nachdem Jasmin Maue zuvor mit einer äußerst umstrittenen roten Karte disqualifiziert wurde, drohte die Partie so langsam zu kippen. Karleen Hartmann und Ina Seeger ließen sich von der hitzigen Stimmung jedoch nicht beirren und konnten mit einem Doppelschlag beim Stand von 6:7 (24.) erneut den Anschluss herstellen.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit war es dann vor allem der Gastgeber, der mächtig aufs Tempo drückte und den Wolfsburgerinnen mit einer kompakten Deckung den Schneid abkaufte. So gelang Hartmann im Gegenstoß der vielumjubelte 8:8-Ausgleich (28.) und es ging leistungsgerecht mit einem Unentschieden in die Pause.

Auch nach Wiederanpfiff waren es zunächst die Magdeburgerinnen, die weiter spielbestimmend waren. Aus einer guten Deckung heraus sowie mit einer starken Anne Hofmeister im Tor gelang dem HSC ein 4:0 auf 12:8. Zwar konnten die Gäste kurze Zeit später bis auf 10:12 (37.) aufschließen, doch ließen die Bandits nicht locker und legten bis zum 15:10 (40.) noch einmal nach.

Doch wie in den vergangenen Spielen schlichen sich wieder Nachlässigkeiten ein. Der HSC vergab reihenweise gute Möglichkeiten zum Einnetzen. Wolfsburg hingegen kämpfte sich fortan wieder besser ins Spiel und hatte in Anna Szymanska zudem einen immer stärker werdenden Rückhalt im Tor. So nutzten die Gäste ihre Chancen im Gegenzug deutlich konsequenter und konnten durch Lena Rumpel beim 15:15 (49.) wieder ausgleichen.

Zwar zeigten sich die Subocz-Schützlinge auch weiterhin bemüht, doch fehlte vor allem der nötige Druck aus dem Rückraum, um in der Offensive erfolgreich zu sein. So suchte man seine Chancen im 1:1, blieb jedoch im Abschluss weiterhin ohne Glück. Wolfsburg hingegen marschierte auch mit viel Druck und Engagement. Katharina Wiesner sorgte mit ihrem Treffer zum 21:15 (57.) letztendlich nicht nur für die Entscheidung im Spiel, sondern besiegelte damit auch einen 11:0-Lauf (!) der Gäste, die am Ende vollkommen verdient mit 22:17 das Parkett als Sieger verließen.

HSC 2000 Magdeburg: Hofmeister – Vogel 4, Seeger 3/2, Hartmann 3, Hubinger 2, Maue 1, Göpel 1, Schröder 1, Mendler, Sachse, Bange, Sellaoui.