Magdeburg. Trotz des 0:0 des Spitzenreiters VfB Ottersleben am vergangenen 14. Spieltag zu Hause gegen den TuS Schwarz-Weiß Bismark ist eines bereits sicher: Dem VfB ist vor dem letzten Hinrundenspieltag am kommenden Sonnabend bei noch immer fünf Punkten Vorsprung auf die drei Verfolger SV Fortuna Germania Halberstadt II und MSV Börde die Herbstmeisterschaft in der Fußball-Landesliga Nord nicht mehr zu nehmen!

Und das will in dieser Liga-Staffel einiges heißen. Zwar sträubt man sich am Schwarzen Weg immer noch wie der Teufel das Weihwasser das Wort vom Verbandsliga-Aufstieg in den Mund zu nehmen. Doch in den vergangenen zehn Jahren stieg der Herbstmeister der Nordstaffel stets in die Verbandsliga auf. Einzig der 1. FC Magdeburg II (2005/06) und der MSV Börde (2008/09) mussten am Ende ihren ärgsten Verfolgern SV 09 Staßfurt bzw. Oscherslebener SC den Vortritt lassen.

Ob der VfB allerdings auch zu Weihnachten an der Spitze des Klassements steht, ist allerdings noch nicht klar. Die Schützlinge des Trainergespanns Burkhard Knobbe und Frank Windelband stehen am letzten Spieltag der Hinrund bzw. am ersten Rückrundenspieltag vor zwei schweren Auswärtsaufgaben. Zunächst steht das Spiel beim sich durch den Derbysieg im Aufschwung befindlichen Schönebecker SC an. Eine Woche später folgt der Auftritt beim MSV Börde.

Konnte man die führende Position des VfB vor der Saison auf Grund des zur Verfügung stehenden Kaders erwarten, kommt dies bei den drei nachfolgenden Vereinen eher sehr überraschend. Erfreulich, dass mit dem Aufsteiger SV Fortuna und dem MSV Börde dazu zwei weitere Magdeburger Teams gehören.

Den Fortunen, denen bereits in den Jahren zuvor eine gute Mannschaft bescheinigt wurde, kamen die Neuzugänge entgegen. Sie machten das Team unausrechenbarer. Den MSV Börde sahen viele Kenner nach dem Abgang von acht Akteuren bereits im Mittelmaß bzw. in noch tieferen Gefilden der Liga verschwinden. Doch die gute Nachwuchsarbeit hat den Aderlass aufgefangen. Das Team ist zwar spielerisch noch sehr entwicklungsfähig. Doch im Zusammenhalt ist es jetzt schon stärker als seine Vorgängerelf.