Zum Finale der Landesliga fanden sich am Wochenende noch einmal 100 Triathleten aus ganz Sachsen-Anhalt und etliche Starter aus anderen Bundesländern, die es auf die Preisgelder abgesehen hatten, am Löderburger See bei Staßfurt ein.

Löderburg/Magdeburg l Stand das Team RIEMER-MTC schon fast sicher als Meister fest, so war auf den Plätzen zwei bis vier noch fast alles möglich. Entsprechend ernst nahmen die Teams das Rennen und starteten mit allem was an guten Leuten verfügbar war, wobei die drei Schnellsten jedes Teams mit ihrer Endzeit - umgerechnet in Prozentpunkte zum Sieger - in die Tageswertung einflossen.

Vom Start weg über die 750-Meter-Schwimmstrecke zeigte sich das gewohnte Bild: Andreas Suck vom USC Magdeburg konnte sich deutlich vom gesamten Feld absetzen und ging mit einer ganzen Minute Vorsprung auf Martin Fischer (RadMitte-trimago) auf die Radstrecke. Dahinter schon die schnellste Frau - Suse Werner (Triathlon Potsdam), Daniel Förster (RadMitte-trimago) und Dag Störmer (Hildesheim).

Die Strecke führte hinaus auf die B 180 und die ohnehin schon deftigen Hügel zwischen Schneidlingen und Winningen wurden bei Windstärke 4 zum Scharfrichter des Radfahrens. Fischer übernahm noch vor der Wende die Führung von Suck, doch von hinten arbeitete sich Störmer bis auf 20 Sekunden an Fischer heran, so dass die Entscheidung auf der Laufstrecke fallen sollte.

Nicht minder interessant entwickelte sich auf der Radstrecke die Konstellation um die Entscheidung in der Liga. Dessau hatte sich noch kurzfristig mit Ex-Radprofi Renzo Wernicke, der mit der besten Radzeit auf Rang drei vorgefahren war, verstärkt und selbst der seit Arendsee verletzte Hebsacker musste wieder an den Start. Radmitte-trimago war ganz vorn mit Fischer (1.) und Förster (4.) vertreten und hatte mit Matthias Friedrich (9.) die besten Aussichten auf den Tagessieg.

RIEMER-MTC stieg gewohnt kompakt vom Rad und ging mit Gramm (6.), Thomas Röver (7.) und Ulf Starke (8.) solide platziert auf die Laufstrecke. Einzig dem USC schienen die Felle davonzuschwimmen. Zwar lagen sie mit Suck (5.), Köhler (11.) und Damboldt (15.) noch gut im Rennen, jedoch konnte nur Damboldt (am Ende 11.) noch Boden gut machen, während Suck und Köhler auf die Ränge zehn und 22 abrutschten.

Das Rennen machte am Ende Dag Störmer. Der Hildesheimer überlief Fischer auf der zweiten Runde der nur gut vier Kilometer langen Strecke und siegte mit sechs Sekunden vor Fischer. Dritter wurde Förster, knapp vor Röver und Wernicke. Starke und Gramm komplettierten auf sieben und acht zwar für den MTC, doch Friedrich sichert knapp dahinter auf Platz 9 den Tagessieg für trimago.

Jetzt begann das Warten und Rechnen: RIEMER-MTC war durch, auch Dessau hätte nur bei einer schwachen Leistung noch von Platz zwei verdrängt werden können. Mit Wernicke (4.), Kühnelt (16.) und Sprenger (19.) und Tagesplatz drei konnte da jedoch nichts mehr anbrennen. Einzig den USC - bis dato Platz drei in der Tabelle - erwischte es, denn tatsächlich zog RadMitte-trimago im letzten Rennen noch vorbei verdrängte den USC vom Treppchen. Die Triathlon Rangliste - Einzelwertung der Ligateilnehmer - gewann Martin Fischer vor Thomas Röver und Ulf Starke.

Das Frauenrennen, stand ein wenig im Schatten des Ligafinales. Hier siegte die Potsdamerin Suse Werner sehr souverän vor den Tangermünderinnen Doreen Lücke und Lisa Sturm.