Gegen den HSV Haldensleben gelang den Handballern des BSV 93 in der Sachsen-Anhalt-Liga mit einem 28:25-Erfolg in eigener Halle die Wiedergutmachung für das Aus in der 2. Runde des HVSA-Pokals. Dabei begegneten sich beide Mannschaften besonders in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe. Erst nach etwa 40 Minuten erspielten sich die Hausherren den spielentscheidenden Vier-Tore-Vorsprung. Erneut stellte Falko Nowak mit elf Treffern seine Extraklasse und ausgezeichnete Form in dieser Saison unter Beweis.

Neu Olvenstedt. Beide Teams verfolgten im Deckungsverband zunächst eine ähnliche Strategie, in dem sie offensiver gegen den jeweiligen Toptorschützen heraustraten. Die BSV-Abwehr konzentrierte sich hierbei auf Daniel Kühnel im rechten Rückraum der Gäste, die ihrerseits bemüht waren, John Bades Aktionsraum einzugrenzen.

Nach drei Fehlwürfen gleich zu Beginn, sahen sich die Olvenstedter einem 0:2-Rückstand gegenüber. Da auch in der Folge die Abstimmung in der BSV-Hintermannschaft noch nicht stimmte, geriet man weiter ins Hintertreffen (3:7).

Haldensleben trat dabei wie eine typische Auswärtsmannschaft auf und agierte clever, indem sie die eigenen Angriffe geduldig und konsequent bis zur klaren Torgelegenheit ausspielten. Als endlich die Fehler und Unkonzentriertheiten im Spielaufbau des BSV abgestellt waren, holte die Magdeburger Sieben allmählich auf. Besonders Falko Nowak stach nach seinem fünften Tor für die Gastgeber zum 7:9-Zwischenstand in der Anfangsviertelstunde heraus.

Mit zunehmendem Spielverlauf funktionierte die BSV- Defensive immer besser, so dass der Gastgeber beim 12:11 das erste Mal in Führung ging. Da die 93er bis zum Pausenpfiff noch einige gute Chancen ungenutzt ließen, musste man sich mit einem 13:13-Halbzeitstand begnügen.

Für den zweiten Spielabschnitt bedurfte es noch einer Steigerung in der BSV-Offensive, um der Partie die entscheidende Wendung geben zu können. Zunächst gerieten die Hallenherren aber prompt wieder in Rückstand (13:15), nachdem man zweimal Pech beim Abschluss hatte.

In der folgenden Phase setzte sich der BSV dann vorentscheidend ab. Dank einem Fünf-Tore-Lauf wandelte man einen knappen Rückstand (16:17) in einen Vier-Tore-Vorsprung um. Trotz einer zwischenzeitlichen Unterzahlsituation stand die BSV- Abwehr nun wie ein Bollwerk, unterband jeglichen Spielfluss des Gegners frühzeitig.

In der Offensive agierten die Gastgeber endlich mit der nötigen Souveränität und Geduld. Darüber hinaus wirkten die Angriffsaktionen druckvoller und die BSV-Schützen bewiesen die nötige Konsequenz im Torabschluss. Vor allem Sebastian Kolberg sorgte mit seinen Toren von der halblinken Position dafür, dass man die Führung auf fünf Treffer ausbaute (24:19).

Bis zum 28:23 behielt der BSV den Abstand aufrecht und kontrollierte die Partie. Allerdings gelang es den Gästen bis zum Schlusspfiff noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben, was aber nichts mehr an verdienten 28:25-Erfolg der Olvenstedter änderte.

BSV 93: F. Fredow, Krost – Auerbach, Bade 4/1, Berger, Draeger, Goldschmidt, Nowak 11/3, Pethe 2, Reiske 1, Thiele 3, Zengerling 1, Kolberg 6.