Alte Neustadt (hoe). In der Volleyball-Regionalliga der Männer unterlag der USC Magdeburg am Wochenende in eigener Halle dem MTV Wittenberg letztendlich klar mit 1:3 (18., -23, -19, -17) Sätzen.

Bis kurz vor Ende des zweiten Satzes sah es aber nach einer echten Überraschung für die Volleyballer des USC Magdeburg aus. Die Gastgeber vermochten es aber wieder einmal nicht, eine konstant gute Leistung über die gesamte Spieldauer abzuliefern.

Dabei hatten die Hausherren sehr konzentriert begonnen, dominierten in allen Bereichen und zwangen so die Gäste immer wieder zu Fehlern. Aus einer sicheren Annahme heraus zogen sie ein erfolgreiches Angriffsspiel auf bzw. verhinderten bei eigenem Aufschlag durch einen gut positionierten Block häufig den Punkterfolg der Gäste. Außerdem wurde die Trainerforderung nach einer besseren Chancenverwertung aus abgewehrten Bällen sehr oft umgesetzt. Der klare 25:18-Erfolg im ersten Satz war die logische Folge.

Und die Magdeburger legten in Durchgang zwei gleich nach, zogen nach dem 9:9 kontinuierlich bis auf 19:14 davon. Die 2:0-Satzführung schien greifbar nahe. Doch dann stellten die "Studenten" das Volleyballspielen scheinbar ein, kassierten acht (!) Punkte in Folge, waren somit selber wieder hinten dran. Zwar schafften sie noch einmal den Anschluss zum 23:24, den Satzausgleich konnten sie aber nicht mehr verhindern.

Damit hatte Wittenberg wieder Oberwasser und spielte nun bedeutend freier auf als zuvor. Das lag aber auch daran, dass sich bei den Magdeburgern die Fehlerquote in fast allen Bereichen erhöhte und auch keine taktische Maßnahme wirklich Erfolg hatte. Vor allem im Block bekamen die Hausherren kaum noch einen Ball zu fassen, verfielen wieder in alte Bewegungsmuster zurück. Dazu kamen dann noch individuelle Schnitzer in der Annahme, so dass auch das eigene Angriffsspiel zu drucklos war. Das 19:25 war die logische Folge.

In Durchgang vier schienen sich die Gastgeber dann noch einmal aufzubäumen. Ab dem 9:9 häuften sich aber wieder individuelle Schnitzer, so dass man kontinuierlich in Rückstand geriet, der MTV letztendlich mit einem verdienten Erfolg nach Hause fahren konnte.

"Das einzig Konstante bei uns ist momentan, dass wir nicht konstant eine gute Leistung abrufen können", war dann nach Spielende der lapidare Kommentar des enttäuschten USC-Trainers Hendrik Oelze. Die Magdeburger haben jetzt erst einmal vier Wochen Zeit, genügend mentale Kraft zu sammeln, um sich gegen den drohenden Abstieg zu stemmen.

USC: Glücklederer, Hagemeier, Hennig, Kliefoth, Lautenschläger, Mück, Noack, Vogler, A. Ziskins, E. Ziskins