Magdeburg l Am Ende einer Achterbahnfahrt hatten die Hausherren im Einsteingymnasium das bessere Ende für sich. Liga-Neuling Post verlangte den Olvenstedtern alles ab. Dennoch fuhr der BSV 93 im Stadtderby letztlich einen 29:26-Erfolg ein. Der Gastgeber hatte sich den Sieg vor allem durch die Leistung in Hälfte eins verdient.

Die Hausherren waren wie die Feuerwehr in die Partie gestartet. Marcel Grüneberg, John Bade (4) und Ronny Thiele brachten den BSV mit 6 Toren nach vorn, während Calvin Kleineidam sein Tor regelrecht vernagelte. Erst in der 8. Minute gelang den nervös agierenden Gästen der erste Treffer der Partie. Was folgte, erinnerte das Trainer-Team an das Spiel der Vorwoche, denn wie gegen Gommern schmolz der Vorsprung zusehends, nachdem die Postler besser in die Partie kamen.

So wurde aus einer Sechs-Tore-Führung (7:1) ein 7:5 nach 12 Minuten. Abstimmungsprobleme in der Deckung und leichtfertige Fehler im Angriff ermöglichten den Gästen die Tore. Doch die Hausherren stabilisierten sich nach Umstellungen vor allem in der Abwehr, hielten bis zum 10:8 den Abstand und zogen dann mit einem erneuten 6:0-Lauf wieder davon. Der BSV 93 profitierte hierbei auch von der ungestümen Gangart der Gäste – John Bade konnte 7 seiner bis dahin 11 Treffer vom Siebenmeterpunkt erzielen. Das Tor zum 16:8 krönte diese Phase des Spiels, das von viel Dynamik und konsequentem Kombinationsspiel geprägt war – Janis Auerbach vollendete einen schnell und druckvoll über die gesamte Breite durchgespielten Angriff. Philipp Hügen erhöhte nach einem Konter zwischenzeitlich den Abstand sogar auf neun Tore (19:10). Mit einem komfortablen Acht-Tore-Polster ging es dann in die Pause.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten dann die Gäste – überhastete und halbherzige Abschlussversuche der Olvenstedter ermöglichten dies und ließen Post herankommen. Es dauerte bis zur 34. Minute, ehe die Hausherren wieder trafen. Spielmacher Florian Kamm setzte BSV-Neuzugang Stefan Darius am Kreis geschickt in Szene, der das 20:13 erzielte. Doch Stabilität stellte sich keineswegs beim BSV ein, weil die Gäste das Aufbauspiel störten und somit die Struktur in den Angriffen fehlte.

Mit zunehmender Spielzeit schmolz der Vorsprung. 12 Minuten vor Schluss waren vom einstmals komfortablen Vorsprung nur noch 3 Tore übrig (26:23). Doch John Bade und Falko Nowak mit ihren Treffern und ein starker Florian Fredow im BSV-Tor halfen, den Gegner weiterhin auf Abstand zu halten.

Dann erzielte Marcel Grüneberg das 29:26 und besiegelte damit den Heimsieg. Der BSV festigte seinen 5. Tabellenplatz, Post ist Zehnter.

BSV 93: Fredow, Kleineidam – Auerbach 2, Bade 14/8, Bischof, Darius 2, Grüneberg 3, Heinicke, Hügen 2, Kamm 1, Lärm 1, Nowak 3, Siebenwirth, Thiele 1 Post: Scheibe, Preuß, Fründ – Meister 2, Heinemann, Holst 5, Fischer 4, Zunkel 2, Häberer 5, M. Dehnhardt 5, Sülflow 2, Seel 1