Magdeburg l Der Juli war so heiß und so trocken, jeder Schritt ein unerträglicher. Aber in der Schwimmhalle in Essen, wo die German Open und damit zweite Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Kasan (Russland) ausgetragen wurde, herrschten subtropische Bedingungen, die noch viel unerträglicher waren. Für Franziska Hentke vom SC Magdeburg war alles kein Problem, sie sprang ins Becken, schwamm schnell, erzielte deutschen Rekord über 200 Meter Schmetterling auf der langen Bahn: 2:05,26 Minuten.

Das war eigentlich der Anfang ihrer Reise, die mit Gold bei der Kurzbahn-Europameisterschaft in Netanya (Israel), ebenfalls über ihre Paradedistanz 200 Meter Schmetterling. Ebenfalls mit deutschem Rekord in 2:03,01 Minuten. Zwischenzeitlich gewonnen hatte sie zudem den vierten Platz bei der Langbahn-WM in Kasan. Sie war darüber sehr traurig. Aber auch dieses Finale hatte den Beleg dafür geliefert, dass „ich weiter an meiner Renneinteilung arbeiten muss“, wie Hentke nach Netanya und mit dem Blick auf Rio resümierte.

Sie hat dafür alle Möglichkeiten, sie gehört zum Elitekader des Deutschen Schwimmverbandes (DSV). Mit Coach Bernd Berkhahn kann sie ganz nach ihren Bedürfnissen trainieren. Sie fahren noch zweimal ins Höhentrainingslager nach Spanien, zeitlich perfekt installiert vor den deutschen Meisterschaften im Mai und vor Olympia im August. In Rio dann, sagte Hentke, „möchte ich das Finale erreichen“ – wenn es heiß wird an der Copacabana.

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