Magdeburg l Im Volksmund heißt es: Willst du gelten, mach‘ dich selten. Das trifft auch auf die dreifache Box-Weltmeisterin Christina Hammer zu. Die in Dortmund beheimatete SES-Boxerin, die in 18 Kämpfen unbesiegt ist, hat im Sportjahr 2015 einen einzigen WM-Kampf bestritten.

Das liegt vor allem daran, dass die nationale, aber auch internationale Konkurrenz im Mittelgewicht ob der Klasse der unangefochtenen Box-Queen einen Bogen macht.

Wie stark Hammer tatsächlich ist, bekam die US-Amerikanerin Kali Reis beim MDR-Kampfabend im Mai in Jena zu spüren. Trotz aller Gegenwehr verlor sie klar und einstimmig nach Punkten (91:98:91, 91:98, 91:98).

„Es war schwer, mit der Schnelligkeit von Christina klarzukommen. Aber ich war auch nicht schlecht, ich will eine Revanche“, sagte die Amerikanerin nach ihrer vierten Niederlage im zwölften Kampf.

„Meinetwegen, gerne“, machte Hammer deutlich, dass sie kein Problem damit hätte, noch einmal gegen Reis anzutreten. Denn so könnte die 24-Jährige klarstellen, dass es sich tatsächlich nur um eine Unachtsamkeit gehandelt hat, als sie in der letzten Runde einen Kopftreffer durch die 29-jährige Herausforderin kassierte und die Knie wackelten: „Ich war neun Runden vorn, und dann ist mir dieses Missgeschick passiert. Das ärgert mich, aber ich habe klar gewonnen. So etwas Dummes passiert mir nicht noch einmal.“

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