Magdeburg (vs/su) l So unterlag der Fermersleber SV als Tabellenzweiter im Spitzenspiel beim Ersten SV Union Halle-Neustadt II mit 18:24 Toren. Eine Niederlage bei der Bundesliga-Reserve, so war von den Fermerslebern zu hören, die mehr oder weniger eingeplant war. Der Topfavorit auf den diesjährigen Landesmeistertitel und den Aufstieg war zur richtigen Zeit mit der richtigen Belegschaft topfit und auf den größten Verfolger gut vorbereitet. Ein Bericht und die Aufstellung wurde vom FSV nicht gesendet.

Trotz vieler verletzungs- und krankheitsbedingter Ausfälle, zu denen am Spieltag auch noch Jenny Arens und Tina Matthei hinzukamen, startete der TuS hochmotiviert in die Heimbegegnung gegen Calbe, führte schnell mit 2:0. Doch auch Calbe war heiß auf die Punkte, legte zügig nach. Statt der gewohnten 4:2-Abwehr setzten die Magdeburgerinnen diesmal auf eine offene 5:1-Abwehr mit Manndeckung auf die wurfgefährlichsten Spielerinnen der Gäste. Dies verunsicherte den Gegner zwar, jedoch gelang es ihm immer wieder aus dem Rückraum oder über den Kreis zu punkten. So war das Spiel von Anfang an spannend, wartete dabei mit stetig wechselnder Führung auf. Mit schnellen Ballwechseln und einer geschlossenen Mannschaftsleistung erkämpften sich die TuS-Frauen eine 13:11-Pausenführung.

Der Start in die zweite Hälfte war etwas holprig, so dass Calbe selbst mit 16:15 in Führung ging. TuS gab sich aber nicht so schnell auf und blieb dran. Dank des starken Willens blieb das Spiel bis zum Ende offen. Kurz vor Schluss stand es 22:23.

TuS gelang es zwar, den letzten Angriff der TSG zu unterbinden. Doch es sollte nicht mit dem Ausgleich klappen. Aufgrund einer unglücklich gewählten Auszeit von Trainer Carsten Richter und zwei Zeitstrafen in der letzten Minute gelang dieser nicht mehr und Calbe konnte den Sieg mit nach Hause nehmen.

TuS 1860 Magdeburg: Schulz, Breitkopf - Thürmann, L. Haegebarth 3, Heine 2, Kirsten 5, Damboldt 3, Wesslowski 4, Böhme 4, J. Haegebarth, Schlecht 1, Richter, Kumstel, Stadler

Erneut machte der Magdeburger SV 90 aus der Not eine Tugend, kam mit sieben Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen antretend zu einem 42:31 (23:17)-Auswärtserfolg beim MSV Buna Schkopau und belegt den vierten Rang.

Anfangs sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, in dem der Gastgeber bis zum 7:6 stets in Führung ging und dem MSV postwendend der Ausgleich gelang. Danach zog der Gast im Tempospiel an und kam vor allem im Konterspiel über die schnellen Zunkel und Jürgens zum Torerfolg. Im Aufbauspiel war es einmal mehr Lincke am Kreis, die ihre Torchancen in Hälfte eins hundertprozentig nutzte. So konnten sich die Lemsdorferinnen bis zur Pause (23:17) auf sechs Treffer absetzen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte kam Buna zwar noch einmal auf 20:24 heran. Doch danach setzte sich der MSV 90 stetig ab, führte zwischenzeitlich mit 29:20 bzw. 40:28. Dabei bot besonders Torhüterin Susanne Joneck ein starke zweite Hälfte. Sie hielt einige Rückraumwürfe der Gastgeberinnen. Beste Torschützin des MSV war Jessica Reß mit zehn Treffern, die sowohl mit Toren aus dem Rückraum als auch vom Kreis und vom Siebenmeterpunkt überzeugen konnte.

MSV-Trainer Thomas Görlich meinte: „Wir sind ja nicht bekannt dafür, dass wir in Spielen, in denen wir Favorit sind, hohe Siege einfahren. Das war diesmal anders. Das Team hat bis zum Schluss um jedes Tor gekämpft. Einzig mit der Abwehrleistung kann man bei 31 Gegentreffern nicht zufrieden sein.“

 

Magdeburger SV 90: Buchholz, Joneck - Kracht 3, Lincke 9, Zunkel 9, Jessica Reß 10, Barth 2, Körtge, Jürgens 9