Magdeburg l Vom Anpfiff weg entwickelte sich am Sonnabend auf Platz 2 an der MDCC-Arena ein temposcharfes Spiel, in dem beide Teams nicht zurücksteckten. Allerdings erwischten die Gäste den besseren Start, gingen durch einen Doppelschlag des gebürtigen Berliners David Nieland mit 2:0 in Führung.

Zunächst verwandelte der VfL-Stürmer einen von Darko Churlinov verursachten Elfmeter, der Magdeburger sah für seine Notbremse die Rote Karte (16.), dann köpfte Nieland im Anschluss an eine Ecke zum 0:2-Pausenstand ein (24.). Mit seinem zweiten Treffer im Spiel steht der Toptorjäger bei nunmehr 21 Treffern, führt die Torjägerliste der Liga klar an.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber mit großem Aufwand um eine Resultatsverbesserung bemüht. Phillip Harant belohnte die Bemühungen in der 51. Minute mit dem 1:2-Anschlusstreffer. Nach schönem Dribbling und einer Finte traf Harant aus gut 25 Metern ins rechte Toreck. Bei DFB-TV wurde der Treffer zum „Tor der Woche“ gekürt.

Doch nur drei Minuten später traf Max Peter Klump, der Aschersleber wechselte im Sommer 2014 noch als C-Junior vom FCM zu den Wölfen, im Anschluss an einen Einwurf zum 3:1 für die Gäste (54.). Danach lösten die Gastgeber ihre Formation auf, waren aber auch mit ihren Kräften zusehends am Ende. Fünf Minuten vor dem Spielende erhöhte der für Nieland eingewechselte Semih Kurtoglu auf 1:4 (75.), was die endgültige Entscheidung bedeutete. Dimitar Mitrovski sorgte mit dem ebenfalls sehenswerten 2:4 (76.) noch für etwas Ergebniskosmetik, doch jubelte nur der VfL.

„Wir haben versucht, den VfL zu fordern, wirkten bei den sommerlichen Temperaturen aber körperlich nicht frisch. Hinzu kam die frühzeitige Dezimierung durch den Platzverweis, der den ohnehin favorisierten Gästen natürlich in die Karten spielte“, so FCM-Trainer Marco Kurth.

Der will im letzten Meisterschaftsspiel am Sonntag bei der abstiegsgefährdeten SG Dynamo Dresden voll auf Sieg spielen. Kurth: „Wir wollen uns nichts nachsagen lassen, nochmal alles geben.“

FCM: Schmidt - Harant, Zentrich (48. Gille), Kuhnhold, Churlinov, Schätzle, Mitrovski, Siersleben (66. Lehmann), D.-J. Müller (41. Plewa), Korsch, Hübner (66. Farwig)