Traditionell ziehen auch die Sportler zum Ende des Jahres Bilanz, analysieren die Erfolge und Misserfolge, blicken in das neue Jahr hinaus. Hans-Joachim Malli stellte Trainern und Mannschaftsverantwortlichen verschiedenster Magdeburger Mannschaften drei gleichlautende Fragen.

1. Wie sind Sie mit dem Abschneiden Ihres Teams zum Jahresende zufrieden?

2. Was würden Sie aus heutiger Sicht möglicherweise anders machen?

2. Wo landet Ihre Mannschaft zum Saisonende?

Basketball-Trainer Michael Opitz (BG Magdeburg):

<6>1. Ich bin zufrieden, wir befinden uns fast im Soll. Sicherlich hätten wir uns mehr gewünscht, aber bei den Umbrüchen war nicht mehr drin.

<7>2. Gegen Cottbus und Bramsche waren Siege drin, doch hatten wir einfach zu wenig Zeit miteinander für eine optimale Vorbereitung. Da kann man nichts machen.

<8>3. Im mittleren Drittel der Tabelle.

<9>Dirk Hannemann, Trainer des Fußball-Verbandsligisten MSV Preussen:

1. Ich bin sehr zufrieden, denke, dass wir das Optimum herausgeholt haben. In der ersten Halbserie haben wir sehr konstant gespielt.

2. Sicherlich gibt es im Nachhinein immer Sachen, die man besser machen kann, aber ein Nachkarten gibt es bei mir nicht.

3. Wir müssen gut aus der Winterpause kommen, dann ist alles drin. Wenn die Mannschaft gut mitzieht, wir alles richtig machen, ist es mir fast egal, ob es am Ende Platz eins oder drei ist, wobei ich mich gegen den Titel nicht wehren würde.

Grzegorz Subocz, Trainer des Frauenhandball-Zweit- ligisten HSC 2000:

1. Wir hatten einen ganz schlechten Start. Die letzten vier Spiele waren ganz ordentlich, das ist vielleicht ein kleines Signal.

2. Es ist müßig zu spekulieren. Wir haben aus verschiedensten Gründen mehr oder weniger große Personalprobleme, aber die haben ihre Ursachen, die ich nicht beeinflussen kann.

3. Die Wunschliste ist groß. Ich hoffe zwischen Platz sechs, das wäre die Qualifikation für die neue eingleisige Zweite Liga, und Platz neun, dann wären wir aus der jetzigen Liga nicht abgestiegen.

Steffen Rau, Trainer des Frauenfußball-Zweitligisten Magdeburger FFC:

1. Ich bin nicht zufrieden, hätte mir schon einen gesicherten Mittelfeldplatz gewünscht. Aber nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Verletzungen und Erkrankungen ist unser schon kleiner Kader unter den Erwartungen geblieben.

2. Viele Dinge prinzipiell anders zu machen, war nicht drin. Nuancen anders zu setzen ist immer zu überlegen.

3. Auf dem neunten Rang, also einem Nichtabstiegsplatz.

Kegler Dirk Hecht (Magdeburger SV 90):

1. Wir sind sehr zufrieden, weil wir unsere seit Jahren stärkste Saison spielen, obwohl unsere Spielerdecke sehr dünn ist.

2. Wir haben dreimal verloren, da weiß man hinterher immer, was man anders machen könnte. Andererseits haben wir nicht die personellen Möglichkeiten.

3. Im oberen Tabellendrittel. Und wenn alles gut läuft, sind wir Zweiter hinter Zerbst und steigen auf, vorausgesetzt, wir schlagen Senftenberg.

Markus Schönhoff (1. Billard-Club Magdeburg):

1. Ich bin sehr zufrieden, weil wir als Tabellenzweiter nicht so viel Abstand zu Platz eins haben.

2. Wir haben eine gute Mannschaft, spielten eine gute Vorbereitung und haben das Maximum an Einsätzen für unsere ausländischen Spitzenleute herausgeholt. Es gibt nichts, was wir prinzipiell anders gemacht hätten. Der gesamte Verein steht geschlossen hinter der ersten Mannschaft.

3. Ich hoffe auf Platz eins, weil nur der unseren Traum vom Aufstieg in Erfüllung gehen lassen würde.

Gordon Andre, Mannschaftsleiter des Schach-Jugend-Bundesligisten Aufbau Elbe:

1. Wir stehen momentan auf Platz eins. Das Abschneiden ist also okay, ich bin zufrieden.

2. Man kann nicht viel anders machen, es lief bislang optimal.

3. Ich hoffe, die Mannschaft ist auch am Ende ganz vorn.

Frank Kuhnert, Manager des Herren-Oberligateams des TTC Börde:

1. Ich bin sehr zufrieden, weil wir besser als zu Saisonbeginn erhofft dastehen.

2. Nichts. Wir haben vor der Saison einen Trainer installiert, damit einen Glücksgriff getätigt. Ich denke, wir haben alles richtig gemacht.

3. Ein Nichtabstiegsplatz zwischen Rang fünf und sieben ist aus heutiger Sicht realistisch. Wir müssen aber kämpfen, denn es kann praktisch jeder jeden schlagen.

Hendrik Oelze, Trainer der USC-Regionalliga-Volleyballer:

1. Ich bin nicht zufrieden. Die Mannschaft hat ihr Leistungsvermögen nicht ausgeschöpft.

2. Ich würde nicht viel anders machen. Unser Problem ist die personelle Zusammensetzung unserer Studentenmannschaft. Viele jobben nebenbei, auch außerhalb. Darum haben wir auch eine schwache Vorbereitung gespielt.

3. Nicht auf einem Abstiegsplatz.

   

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