Magdeburg (dhe). Eine mannschaftlich nur durchschnittliche Leistung genügte am vergangenen Wochenende den Keglern des Magdeburger SV 90 nicht, um in der 3. Bundesliga der Classic-Kegler die Punkte gegen Tabellenführer SKV Rot-Weiß Zerbst II zu behaupten. Mit 5 457:5 548 Punkten entführten die Gäste verdient den Sieg aus der Landeshauptstadt und behaupten mit sicheren 10:0 Punkten die Ligaspitzenposition.

Der MSV 90 wurde nach dem besten Saisonstart seit sechs Jahren wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, behauptet aber noch einen guten vierten Tabellenrang.

Nur in zwei von drei Durchgängen erzielten die Magdeburger Kegler Gleichwertigkeit, was gegen die starke Reserve des deutschen Meisters natürlich zu wenig war. Eine ähnliche Leistung wie in den ersten beiden Heimspielen der Saison wäre vonnöten gewesen, um den Rot-Weißen eine Niederlage beizubringen. Doch Zerbst II zeigte sich im Unterschied zu den vergangenen beiden Gastspielen an der Elbe hochkonzentriert und topfit. Die ausgeglichene Vorstellung der Gäste ließ dem MSV niemals Spielraum anzugreifen oder auch das Spiel zu dominieren.

Anfangs wussten Ulf Wunderlich (919) und der Tagesbeste Sven Ostermann (957) noch die Gäste mit Heydrich (945) und Palmroth (916) zu beschäftigen und erspielten einen kleinen Vorsprung. Der Einbruch, den die MSV-Kegler in dieser Saison bisher vermieden, kam dann im Mitteldurchgang. Dirk Sommermeyer und Maik Siegemund erzielten an diesem Tage nur 860er Ergebnisse, welche weit unter ihrem Durchschnitt und den eigenen Erwartungen lagen. Zerbst II nutzte diese großzügige Einladung zum spielentscheidenden Angriff clever aus und ging mit 105 Holz Vorsprung in den Schlussdurchgang (Wassersleben 923 und Herold 927).

Nun lagen alle Hoffnungen des MSV auf Steffen Blumtritt (925) und Kapitän Gerhard Piekacz (926), die am 4. Spieltag in Berlin eine ähnlich aussichtslose Partie noch drehen konnten. Doch Zerbst II zeigte, wer in der Liga die Hosen an hat und ließ keinen weiteren Angriff der Lemsdorfer mehr zu. Zwar holten die Gastgeber 14 Punkte zurück, doch für mehr boten die guten Leistungen der Zerbster Volkland (923) und Schreiter (914) keinen Spielraum mehr.