Altstadt l Im Magdeburger Stadtderby der fünften Runde der Schach-Oberliga behielt Rochade gegen Aufbau Elbe mit 5:3 die Oberhand. Während Aufbau Elbe damit vom zweiten auf den fünften Rang abrutschte, konnte Rochade die Rote Laterne abgeben.

Rochade entwickelt sich immer mehr zum Angstgegner für Aufbau Elbe. Für die Führung von Rochade am letzten Sonntag sorgte am vierten Brett Ralf Seibicke, der seine Konkurrentin Maria Schöne noch vor der ersten Zeitkontrolle überspielen konnte.

Für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte Guido Rothe. Gegen Bernd Holze gewann er zwei Bauern, wickelte in ein gewonnenes Springerendspiel ab und siegte am Ende souverän. Damit konnte Rothe seine beeindruckende Saisonbilanz auf vier Siege aus vier Partien ausbauen. Uwe Hoffmann (Rochade) führte gegen Johannes Paul ebenfalls ein gewonnenes Springerendspiel zum Erfolg und brachte sein Team auf die Siegerstraße. Paul hatte seine Stellung in Zeitnot verdorben.

Am zweiten Brett einigten sich Dominik Jäger (Rochade) und Gordon Andre auf die Punkteteilung. In einer guten Stellung entschied sich Andre für den falschen Angriffszug und musste am Ende noch froh über das Remis durch Zugwiederholung sein.

Das Duell der beiden FIDE-Meister entschied Mike Stolz (Rochade) für sich, der Jevgeny Degtiarev mit einem schönen Opferangriff überspielen konnte und schließlich in ein gewonnenes Endspiel abwickelte. Der Sieg von Tatjana Melamed (Aufbau Elbe) gegen Martin Niering war nur Makulatur, da Ralf-Michael Kuna (Rochade) gegen Vilen Rafayevych für den entscheidenden Siegpunkt sorgte.

Die abschließende Punkteteilung zwischen Aufbau Elbes Mannschaftsleiter Michael Zeuner und Andreas Weitz führte zum 5:3-Endstand. Trotz zum Teil beachtlicher Wertzahlvorteile musste sich Aufbau Elbe damit zum wiederholten Mal dem Stadtrivalen Rochade Magdeburg geschlagen geben.

Rochade: Stolz 1; Jäger 0,5; Niering; Seibicke 1; Hoffmann 1; Kuna 1; Holze; Weitz 0,5. Aufbau Elbe: Degtiarev; Andre 0,5; Melamed 1; Schöne; Paul; Rafayevych; Rothe 1; Zeuner 0,5.

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