Magdeburg l Nachdem die American Footballer des MSV 90 in der abgelaufenen Saison jedes Heimspiel gewannen und auch mit einem Heimsieg in die Regionalliga-Saison 2018 starteten, musste der Aufsteiger beim 24:26 gegen die Berlin Bears die erste Niederlage im heimischen Germer-Stadion seit August 2016 einstecken. Dabei sorgten vor allem die sieben Offiziellen in schwarz-weiß für allerhand Gesprächsstoff.

Perfekter Beginn

Nachdem im Vorfeld bereits die A-Junioren der Virgin Guards die Jenaer Hanfrieds mit 29:0 besiegten und damit den dritten Sieg im dritten Saisonspiel feierten, startete auch die Herrenmannschaft der Garde perfekt ins Spiel. Nach einem Berliner Ballverlust beim ersten Spielzug der Partie bekamen die Gastgeber den Ball sofort in aussichtsreicher Position und bedankten sich. Quarterback Lennart Lüttgau fand Tight End Benjamin Mittendorf, dem der Weg in die Endzone gelang. Da die Garde anschließend wie so oft in dieser Spielzeit auf zwei Extrapunkte ging, dieses Vorhaben allerdings fehlschlug, lautete der Spielstand früh im ersten Viertel 6:0.

Dann aber war die Berliner Offensive mit US-Quarterback Cameron Mayfield auf dem Platz und fand unmittelbar die Antwort. Nachdem der Import erst mit einem langen Lauf das Spielfeld überbrückte, sorgte er auch für die letzten drei Meter in die Endzone zum 6:7.

Garde führt zur Pause

Die Offense der Garde hatte in diesem Spiel aber keinerlei Anlaufschwierigkeiten und sorgte direkt wieder für den Führungswechsel. Ein weiter Lüttgau-Pass fand Wide Receiver Ben Hamelmann zum Touchdown. Für die anschließende two-point-conversion zum 14:7 war ebenfalls der neue Passempfänger verantwortlich. Doch ließ die erneute Antwort der Berliner zum 14:14 wiederum nicht lange auf sich warten. Nachdem Ben Hamelmann ein Field Goal kurz vor der Pause nachlegte, gingen die Virgin Guards dennoch mit einer 17:14-Führung in die zweite Hälfte.

Hektik auf dem Spielfeld

In dieser brachten sich dann die Schiedsrichter mit vielen fragwürdigen Entscheidungen in den Vordergrund. So verletzte sich Lüttgau bei einem späten Hit, der durch die Offiziellen aber nicht geahndet wurde. Nachdem Backup Heiko Pittelkau kurz darauf des Feldes verwiesen wurde, musste der Spielmacher wieder ran und legte tatsächlich noch einen Touchdown-Pass auf Hamelmann hinterher. Da sich die Bears im Gegensatz zu den Gastgebern aber nicht von den Schiedsrichtern aus dem Spiel bringen ließen und zwischenzeitlich zwei weitere Touchdowns erzielten, war der letzte Score Sekunden vor dem Ende lediglich Ergebniskosmetik.

Nun heißt es Wunden lecken und abhaken, denn bereits am Sonnabend gastieren die Cottbus Crayfish im „Germer“.