Magdeburg l Am Sonntag um 16 Uhr empfangen die American Footballer der Magdeburg Virgin Guards im Heinrich-Germer-Stadion die Leipzig Lions zum letzten Saisonspiel der Regionalliga-Spielzeit 2018. Für Spielmacher Lennart Lüttgau ist das Wiedersehen mit den „Löwen“ aus der Messestadt etwas ganz besonderes, spielte er doch jahrelang für die Lions, nachdem er seinen Heimatverein, die Oldenburg Knights, verließ, um in Leipzig Psychologie zu studieren.

Lüttgau brennt für das Spiel

„Für mich ist es ein sehr wichtiges und emotionales Spiel. Meine Zeit bei den Lions ist leider nicht so zu Ende gegangen, wie ich mir das gewünscht hätte“, gewährt der Quarterback einen Einblick. Von daher war für Lüttgau bereits das Hinspiel im Mai, in dem sich die Sudenburger nach einer starken zweiten Hälfte mit 35:14 durchsetzten, eine „sportliche und menschliche Genugtuung“.

Für den Spielmacher wird das Aufeinandertreffen mit dem Schlusslicht der Regionalliga, welches in der laufenden Saison erst auf einen Sieg bei zehn Niederlagen kommt und somit dem letzten Tabellenplatz nicht mehr entrinnen kann, nicht nur ein Duell mit alten Mitspielern, sondern auch mit ehemaligen Schützlingen.

Aufeinandertreffen mit alten Bekannten

„Es ist ein tolles Gefühl gegen Spieler, die ich in der Jugend gecoacht habe, zu spielen.“ Sorgen, dass bei all dem Wiedersehen das Football-Spiel vergessen wird, sind unbegründet. Im Gegenteil: „Man kennt sich sehr gut, und für mich ist das ein extra großer Ansporn, alles zu geben, was ich nur geben kann“, zeigt sich Lüttgau hochmotiviert.

Quarterback promoviert in Magdeburg

Auch im restlichen Kader ist die Motivation groß, obwohl das letzte Saisonspiel keinen Einfluss mehr auf die Tabelle haben wird. „Für uns als Team ist es das letzte Spiel der Guards 2018. Die Mannschaft wird nächstes Jahr eine anderes sein. Es ist eine letzte Gelegenheit, als ein Team auf das Feld zu stürmen und dieses großartige Spiel zu spielen“, erklärt der Quarterback, der nach seinem abgeschlossenen Bachelor- und Master-Studium in Leipzig nun an der Otto-von-Guericke-Universität promoviert.

Lüttgaus Wiedersehen mit den Leipzig Lions wird aber auf dem Feld recht knapp ausfallen, sollen doch gerade im letzten Saisonspiel wieder viele Spieler zum Einsatz kommen, die während der Saison viel trainiert haben, aber wenig zum Zug kamen.

So ist für den Spielmacher wie auch schon im Gastspiel bei den Berlin Rebels II (22:23) wahrscheinlich wieder zur Pause Feierabend, und er überlässt Garde-Urgestein Heiko Pittelkau das Feld.

Obwohl es für die Garde um nichts mehr geht, werden die Lüttgau und Co am Sonntag nochmals alles in die Waagschale werfen.