Magdeburg l Nach der klaren Niederlage steht die Garde jenseits von Gut und Böse. Meister Spandau verzichtet indes auf eine Teilnahme an den Aufstiegs-Play-offs zur 2. Liga.

In den ersten beiden Angriffsversuchen konnte die hochmotivierte Defense der Sudenburger die Offensive des schon vor dem Spiel designierten Meisters prompt zweimal schnell stoppen. Das wahre Prunkstück der „Bulldoggen“ ist aber die Defensive, die mit Abstand beste der Liga, was auch die Garde um Quarterback Lennart Lüttgau im gesamten Spiel zu spüren bekam.

Garde liegt 0:14 hinten

Während die Garde nach ihrem ersten offensiven Spielzug bis kurz vor der Pause auf ein neues First Down, also auf ein Raumgewinn von mindestens zehn Metern, warten musste, brachte Sven Salmans die Gäste zweimal aufs Board. Erst lief der Bulldogs-Quarterback bei viertem Versuch selbst, dann bediente er Wide Receiver Kevin Dumke zum 14:0.

Michaelis mit Touchdown

Vor der Pause keimte nochmals Hoffnung bei den Hausherren auf. Mit einem tiefen Pass auf Florian Knauer brachte Lennart Lüttgau seine Offensive kurz vor die Endzone der Berliner. Die letzten zehn Meter übernahm Marvin Michaelis mit einem kraftvollen Lauf über die rechte Seite. Nach der verpassten two-point-conversion ging es mit dem 6:14 in die Pause.

In Durchgang zwei machte sich die Garde sämtliche Hoffnungen, dem unbesiegten Liga-Primus ein Bein zu stellen, mit Strafen und schlechten Plays bei entscheidenden Versuchen selbst zunichte. Die Bulldogs hingegen spielten es bis zum Schluss routiniert herunter und legten durch Dumke zum 6:21-Endstand nach.

„Wir haben uns das Leben mit unnötigen Strafen selbst schwer gemacht. Wenn wir es dann mal geschafft haben, den Ball zu bewegen, haben wir uns so immer wieder in blöde Situationen gebracht “, ärgerte sich Quarterback Lüttgau über das Spiel. Den Spandau Bulldogs ist die Meisterschaft der American Football-Regionalliga Ost nun nicht mehr zu nehmen. Die Bulldoggen verzichten allerdings auf ihr Recht, an den Play-offs zum Aufstieg in die GFL 2, die zweite deutsche Bundesliga, teilzunehmen.

Spielklassen-Reform geplant

Zu einem erneuten Duell mit der Garde wird es aber im nächsten Jahr wohl dennoch nicht kommen. Der Spielverbund Ost, als Vereinigung der ostdeutschen Landesverbände, der in den letzten Jahren auch den Spielbetrieb der Virgin Guards regelte, wird nämlich im Oktober aufgelöst. Stattdessen streben die Landesverbände Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens künftig eine Kooperation an. So ginge es für die Garde im nächsten Jahr wohl wieder gegen ehemalige Oberliga-Kontrahenten wie Jena oder Erfurt.

Zunächst stehen aber noch zwei Regionalliga-Partien bei den Berlin Rebels (1.9.) und gegen die Leipzig Lins (9.9.) an.