Magdeburg l „Das Ergebnis täuscht über den Spielverlauf hinweg“, meint TuS-Schlussmann René Kowalewski zum 0:6 (0:1) im Test des TuS 1860 gegen Fortuna. Der Sommerneuzugang vom HSV Medizin verlebte im ersten Durchgang nämlich einen recht ruhigen Abend im Neustädter Kasten. „Wir haben gut gestanden und nur wenige Räume gelassen“, resümierte Kowalewski die ersten 45 Minuten, in denen er ran durfte, zufrieden. Einzig in der 13. Minute musste er nach einem Freistoß einen Kopfball von Lukas Dudziak passieren lassen. „Da waren wir nicht gut sortiert“, ärgerte sich der Schlussmann folglich. Ansonsten boten sich Kowalewski kaum Gelegenheiten, sein Können unter Beweis zu stellen. „Ein abgewehrter Fernschuss, die eine oder andere Ecke“, zählt er auf, „das war es dann aber auch schon.“

„Der Ball lief noch nicht so flüssig, darum konnten wir die eine oder andere Situation nicht gut zu Ende spielen“, erklärte Gäste-Trainer Dirk Hannemann diesen Umstand. „Die gegnerische Abwehrreihe hat aber auch gut gestanden und wenig zugelassen.“

TuS hinten raus ziemlich platt

Kowalewskis Torhüter-Kollege Philipp Wiebelskircher, der im Zuge der fleißigen Wechselspiele von Trainer René Angerer zur zweiten Hälfte kam, hatte da schon wesentlich mehr zu tun. Fünf weitere Male musste der 24-Jährige in der Schlussphase hinter sich greifen. „Wir waren hinten raus ziemlich platt. Da hat man die schweren Beine vom intensiven Dienstagstraining gesehen“, erkannte Kowalewski von außen. Seinen neun Jahre jüngeren Kontrahenten zwischen den Pfosten nimmt er dabei in Schutz: „Er war da ziemlich machtlos und auf verlorenem Posten.“

Mit der individuellen Qualität, beispielsweise von Doppelpacker Philipp Glage, gestaltete der Verbandsligist das Ergebnis so noch deutlich. „In der zweiten Hälfte haben wir Ball und Gegner gut laufen lassen“, lobte Hannemann und benannte die weiteren Treffer als „Lohn für das geduldige Spiel“. Viel wichtiger als die sechs erzielten Tore war dem 49-Jährigen jedoch, dass wie schon im Test gegen Oberligist MTV Wolfenbüttel hinten die Null Bestand hatte.

Kowalewski sieht noch viel Arbeit

Während der scheinbar richtige Weg der Hannemann-Elf morgen von Regionalligist Germania Halberstadt auf Herz und Nieren geprüft wird, sieht Kowalewski noch viel Arbeit auf seine Neustädter zukommen: „Verglichen mit dem Auftakt ist zwar eine Steigerung zu sehen, bis zum Saisonstart muss aber noch einiges passieren.“

Positiv hervorzuheben bleibt, dass auch der eigentlich unbeteiligte Landesklasse-Vertreter Germania Olvenstedt ein Sieger des Mittwochabends wurde. Die gesamten Eintrittsgelder im Wert von 200 Euro spendet der TuS 1860 nämlich an die durch Sturmschäden gebeutelte Germania. „Das soll ein Zeichen des Zusammenhalts der Magdeburger Vereine sein, ein Zeichen von Geben und Nehmen. So wollen wir unseren Beitrag leisten“, heißt es dazu aus der TuS-Abteilungsleitung.