Magdeburg l Am fünften Spieltag setzte sich die Club-Zweite mit 3:1 gegen weiterhin ersatzgeschwächte Mediziner durch. Nach dem bitteren 2:6 gegen den SV Arminia vor einer Woche erhoffte sich FCM-Trainer Andreas Heyse eine Reaktion – diese bekam er im Stadtderby gegen den HSV zu sehen.

Nachdem die Partie mit 20-minütiger Verzögerung angepfiffen wurde, entwickelte sich bald ein munteres Spiel. Während die Gastgeber zunächst über schnelle Gegenangriffe für Gefahr sorgten, waren die Mediziner immer wieder über Standards und lange Einwürfe rund um den Strafraum gefährlich. Die wohl größte Chance der Anfangsphase hatte Medizins Fabian Mußel. Nach einer Ecke segelte FCM-Keeper Jasper Jacobs am Ball vorbei; Mußel reagierte aber nicht schnell genug, so dass Jacobs in höchster Not klären konnte.

Magomedov ersetzt Wendt

Auf der anderen Seite war in Abwesenheit von Sebastian Wendt Sturmspitze Magomedov stets ein Gefahrenherd. Die Führung der Hausherren besorgte aber Christopher Fechtner. Nach einem Seitenwechsel auf rechts kam Robert Stein zu leicht am Gegenspieler vorbei und flankte in die Mitte. Dort fand er den eingelaufenen Mittelfeldspieler, der präzise zur 1:0-Pausenführung einköpfte.

In Durchgang zwei begannen die Gäste agiler und offensiver und belohnten sich dafür umgehend. Eine Freistoß-Flanke aus dem linken Halbfeld fand den Kopf von Angreifer Steven Schoß. Dieser platzierte den Ball im selben Knick, wo schon Fechtners Kopfball landete und stellte damit auf 1:1.

Schoß lässt Chance liegen

Unmittelbar darauf hatte Schoß sogar die große Chance, die Partie binnen einer Minute zu drehen. Eine Flanke von rechts nahm er mit dem Rücken zum Tor stehend sehr gut an, sein Schuss aus der Drehung wurde aber lediglich ein Roller.

Auf der anderen Seite gab es in einer kniffligen Situation Elfmeter für den FCM. Den von Fechtner abgegebenen Flachschuss parierte aber René Kowalewski im Tor der Mediziner, so dass es weiterhin beim 1:1 blieb. Zunehmend wurden die Gäste besser, doch war die Club-Zweite über Just und Magomedov stets gefährlich. Durch ein freundliches Gastgeschenk gingen die Gastgeber in der 72. Minute erneut in Führung. Einen weiten Ball brachte Kowalewski vor dem Strafraum nicht unter Kontrolle. Just sprintete dazwischen und schob die Kugel ins verwaiste Tor.

Ein Konter über Magomedov brachte in der 86. Spielminute schließlich die Entscheidung. Seinen Gegenspieler schüttelte der schnelle FCM-Akteur im Laufduell ab und verwandelte alleinstehend vor Kowaleswki eiskalt zum 3:1-Endstand.

„Letzten Endes geht der Sieg in Ordnung. Sie waren effektiver und haben unsere Fehler genutzt“, attestierte HSV-Coach René Angerer. Kollege Heyse freute sich derweil über den dritten Saisonsieg, mit dem der FCM II „absolut im Soll“ bleibt.

FCM II: Jacobs – Birckner (82. Lapin), Würlich, Schüßler (28. Baier), Beckmann, Tim Bansemer, Magomedov, Fechtner, Hausmann, Stein (55. Yakhyaev), Just HSV Medizin: Kowalewski – Schönberg, Wiebe (82. Valentin), Franke, Stein, Mußel, Müller, Mai, Platte (66. Kharroufi), Schoß, Heise

Tore: 1:0 Fechtner (35.), 1:1 Schoß (48.), 2:1 Just (71.), 3:1 Magomedov (86.)