Magdeburg l Mit hohen Ambitionen waren die Fußballer des TuS 1860 II nicht nur in die neue Stadtoberliga-Saison, sondern am Sonnabend auch in das Spitzenspiel gegen die SpG Zukunft/ MSV 90 Preussen gestartet. Entsprechend groß war die Ernüchterung nach der deutlichen 1:5 (0:2)-Pleite.

„Wir waren nur körperlich anwesend, aber nicht geistig“, ärgerte sich TuS-Coach Michél Dolke, dessen Ansage im Mannschaftskreis nach dem Spiel über den gesamten Platz zu hören war. „Wir hatten uns viel vorgenommen, wollten das Spitzenspiel gewinnen. Deshalb kann ich mir diese Leistung überhaupt nicht erklären“, so der 30-Jährige.

Glückliche Gäste

Ganz entgegengesetzt war die Stimmung bei den Gästen aus der Bodestraße, die einen guten Auftritt in drei Zähler ummünzten. „Wir sind glücklich, dass wir nicht nur gewonnen, sondern das Spiel auch dominiert haben“, freute sich Trainer Holger Gummert, der die Mannschaft zusammen mit Sven Hoffmeister betreut.

Nach Treffern von Marcel Renning (41.) und Florian Tolle (45.) spiegelte sich die spielerische Dominanz der Gäste schon im 2:0-Pausenstand wider. Als André Tiepke (51.) und erneut Renning (65.) nach dem Seitenwechsel weiter erhöhten, wuchs bei den Gäste-Trainern das Vertrauen, dass es keinen Einbruch mehr geben würde.

Spielgemeinschaft bleibt oben dran

Zwar drückten die Neustädter in der Schlussphase, woraus der Anschlusstreffer durch Christian Michall (76.) resultierte, mehr ließen die Gäste allerdings nicht mehr zu. Stattdessen riefen sie immer wieder wie ein Credo „Wir sind eine Familie“ über den Platz und hatten spätestens nach dem von Kapitän Philipp Marth (90.+2) abgeschlossenen Konter zum 5:1-Endstand allen Grund zur Freude. „Wir wollten das Spiel gegen einen direkten Kontrahenten gewinnen, um weiter oben dranzubleiben und das ist uns gelungen“, resümierte Gummert zufrieden.

Börde-Reserve weiter vorn

Das Maß aller Dinge bleibt vorerst jedoch die Reserve des MSV Börde, die dank eines späten Seitfallziehers von Mahmood Ismail zu Gast beim SSV Besiegdas II auch ihr fünftes Saisonspiel siegreich bestritt.

Gegenteilig läuft es für den SV Aufbau/Empor Ost, der mit der 0:4-Niederlage beim VfB Ottersleben II auch nach dem fünften Spiel ohne Zähler auf dem Schlussrang im Oberhaus der Stadt steht.