Magdeburg l Das Titelrennen in der Landesklasse 2 ist an Spannung kaum zu überbieten. Vor dem letzten Spieltag am kommenden Sonnabend liegen mit dem SSV Besiegdas, TuS 1860 und dem SV Fortuna II drei Magdeburger Mannschaften mit je 49 Punkten im Rennen um den Staffelsieg gleichauf vorn.

Während die Fortuna-Zweite am 25. Spieltag mit 1:6 (1:2) deutlich beim SV Arminia verlor, zogen der SSV Besiegdas und der TuS 1860 mit ungefährdeten Heimsiegen am bisherigen Spitzenreiter Fortuna II vorbei.

Fortuna-Zweite arg gebeutelt

„In diesem Spiel ist wirklich alles gegen uns gelaufen. Wenn man das Ergebnis sieht, denkt man, wir waren haushoch unterlegen, aber das waren wir nicht“, resümierte Fortuna-Trainer Marco Kilian nach der Klatsche am Jahnsportplatz. Ein frühes Gegentor, ein erneuter Rückstand mit dem Pausenpfiff, ein verschossener Elfmeter, eine Rote Karte, mit Ralf Gasch einen Dreierpacker bei Gastgeber Arminia und eine Verletzung – kurzum alles, was man sich nicht wünscht, hatte der vorletzte Spieltag für die Fortuna-Zweite zu bieten. Mit Blick auf die wesentlich schlechtere Tordifferenz können die Kicker vom Schöppensteg den Staffelsieg nun wohl abschreiben. „Für uns ist das Thema Meisterschaft gegessen“, erkannte auch Kilian.

Großer Nutznießer war der SSV Besiegdas, der mit einem 8:1-Kantersieg über den MSV Börde II erstmals in der Vereinsgeschichte auf dem Platz an der Sonne in der Landesklasse steht. „Hätte man uns vor dem Spiel gesagt, dass wir acht Buden machen, hätte ich sofort unterschrieben. Nach diesem Spiel muss ich aber sagen, dass noch wesentlich mehr drin war“, freute und ärgerte sich Co-Trainer Dirk Hahne zugleich.

Nun Herzschlagfinale

Nach Treffern von Gregor von Ehrlich-Treuenstätt (11.), Marc Zappe (29.) und einem lupenreinen Hattrick von Nico Thurm war die Partie am Gübser Weg bereits zur Pause entschieden, so dass der Blick nach Buckau schweifte. „Als wir gehört haben, wie es bei Arminia steht, wollten wir unbedingt nachlegen“, so Hahne. Aufgrund der zwei Tore besseren Differenz geht der SSV vor dem TuS 1860 in die finale Runde. Die Neustädter fanden mit dem 4:0 (1:0) gegen den 1. FC Magdeburg II gerade noch rechtzeitig in die Erfolgsspur zurück. „Wir haben erst nach dem Spiel auf die anderen Ergebnisse geschaut. Jetzt gibt es ein richtiges Herzschlagfinale, das ein Regisseur wohl nicht besser hätte schreiben können“, so TuS-Trainer Werner Schneider.

Da das Spitzenduo am letzten Spieltag bei Absteigern zu Gast ist – Besiegdas spielt beim Vorletzten in Güsen und TuS bei Schlusslicht Börde II – wird wohl die Tordifferenz über die Meisterschaft entscheiden.

Ärger gab es am Sonnabend beim Spiel des HSV Medizin gegen den abstiegsgefährdeten BSV 79. Gästestürmer Magome-dov sah kurz vor Schluss Rot, pöbelte den Schiri an, so dass der die Partie abbrach.