Magdeburg l Wirklich zufrieden war Besiegdas-Trainer Daniel Naumann nach dem Spiel am Freitagabend dennoch nicht: „Wir waren über 90 Minuten die klar bessere Mannschaft.“ Auch Medizin-Coach Rene Angerer sah die spielerischen Vorteile bei den Gästen: „Wenn wir nach dem Spielverlauf gehen, können wir mit dem Punkt absolut zufrieden sein. Besiegdas hatte die Chance, drei Punkte zu holen.“

HSV Medizin sieht schon wie der Sieger aus

Trotzdem sah es lange Zeit nach dem achten Sieg für Medizin in Folge aus. Zwischenzeitlich hatten die Gastgeber mit 3:1 geführt. Der sehenswerte 3:2-Anschlusstreffer für Besiegdas in der 60. Minute brachte dann aber die Wende: Steven Schoß legt für Gregor von Ehrlich-Träuenstätt auf, der zog aus 20 Metern halb-linker Position volley ab und hämmerte den Ball ins rechte Dreiangel. „Gregor ist ein brutal starker Stürmer. Er kann aus allen Lagen Tore schießen und hat die Qualität. Das war kein Zufall, auch wenn man für solche Traumtore etwas Glück braucht“, lobte Naumann seinen Offensivakteur.

Auch Medizin-Trainer Angerer sah in diesem Tor einen Wendepunkt: „Nach dem Treffer schwimmt Besiegdas auf einer Euphoriewelle. Wir haben nach dem 3:1 vergessen, noch einen Konter zu setzen. Dann wäre das Ding gegessen gewesen.“

Erste Chance bringt 1:0

Nach 13 Minuten war Medizin mit der ersten eigenen Chance in Führung gegangen; ein langer und hoher Freistoß aus dem Mittelfeld landete bei Steven Schoß, der per Kopf zum 1:0 einnetzte. Bis dahin waren die Gäste klar besser im Spiel. „Das passiert uns immer wieder gegen Medizin: Sie sind brutal effektiv, machen aus der ersten Chance das 1:0“, ärgerte sich Besiegdas-Trainer Naumann.

In der 31. Minute dann der Ausgleich: die Flanke von Alexander Nodewald kam zum ungedeckten Nico Thurm am langen Pfosten, der einschob.Die ungeordnete Defensive in dieser Situation für Medizin-Trainer Angerer „ein Sinnbild unserer heutigen Leistung“.

Naumann stolz auf sein Team

Christian Timmerevers (40.) und Maximilian Stein (51./Handelfmeter) brachten Medizin mit 3:1 in Führung. Die Gäste schrieben sich jedoch nicht ab und erzwangen letztendlich das Unentschieden. Der Treffer von von Ehrlich-Träuenstätt und das 3:3 von Konstantin Busch (77.) nach einer Ecke beendeten die Negativserie von Besiegdas. „Nach diesen ganzen Nackenschlägen zurückzukommen und das 3:3 zu schaffen, verdient riesigen Respekt“, so Naumann.

Am Dienstag muss der SSV Besiegdas im Stadtpokal beim TuS 1860 antreten.

HSV Medizin: Kowalewski – Stein, Schönberg, Ruhland (73. Wiebe), Timmerevers, Schmeide (57. Franke), Mußel, Kowal, Platte (78. Mai), Schoß, Heise

SSV Besiegdas: Fischer – Ratzel, Baumert, Schleusner (59. Neßler), Neudeck, Thurm, von Ehrlich-Trauenstätt, Effenberger (57. Busch), Nodewald, Rasche, Meisner

Tore: 1:0 Schoß (13.), 1:1 Thurm (31.), 2:1 Timmerevers (40.), 3:1 Stein (52./Foulelfmeter), 3:2 von Ehrlich-Träuenstätt (60.), 3:3 Busch (77.)