Magdeburg l Bei nasskaltem Wetter brachten Melvin Gohlke (26. Minute) und Martin Fiebiger (60.) die Gäste mit 2:0 nach. Steven Gondeck gelang nach 71 Minuten nur noch der Ehrentreffer.

Der ambitionierte Gast, der nur neun seiner 15 (!) Vertrags-amateure aufbieten konnte, musste u. a. mit Florian Brandt einen Verteidiger ins Tor stellen. Nach dessen Verletzung (75.) hütete mit dem 17-jährigen Stürmer Joshua Elias Pescht ein weiterer Feldspieler den Kasten des Spitzenreiters. So war auf dieser Position altersmäßig ein Gleichstand erreicht.

Führung durch Sonntagsschuss

Die Anfangsphase gehörte dem Gast, der durch Nikola Odovic und Jan Dincel (Pfosten, 2. Minute) sowie Alexander Gründler (4.), der zweimal an Fortuna-Keeper Emirhan Ulubay scheiterte, die ersten klaren Chancen hatte. Die erste gefährliche Fortuna-Aktion notierte der Chronist in der 14. Minute durch einen Schuss von David-Andreas Skrajewski. Nach 25 Minuten stand es dann aber 0:1, als Gohlke mit einem Sonntagsschuss von der Mittellinie Ulubay überwand.

Die Gäste präsentierten bis dahin die reifere Spielanlage. Fortuna hielt zwar gegen, aber oft fehlte im Spielaufbau der finale Pass.

„In der ersten Hälfte war der Gegner besser, hatte auch mehr Chancen“, befand Fortuna-Kapitän Bastian Benkel. „Von uns war es eine durchschnittliche Partie gegen einen Gegner, dem man mit zunehmender Spielzeit ansah, dass er auch die Winterpause braucht. Letztlich hat uns Emirhan im Spiel gehalten.“

Nach 0:2 spielt Fortuna auf

Nach dem Wechsel hatte zunächst Gohlke wieder die erste Gäste-Chance, die Ulibay aber zunichte machte (47.). Im Gegenzug dann die Möglichkeit zum Ausgleich, doch versäumte Christopher Garz den Abschluss.

So erhöhte der Gast auf 0:2 (60.), als Ulubay zwar noch an den Freistoß von Fiebiger herankam, das Leder aber nur an den Innenpfosten lenkte, von wo es ins Netz trudelte.

Der Gastgeber gab nicht auf, tauchte immer wieder gefährlich vor dem Romonta-Tor auf. Doch mehr als der Anschlusstreffer gelang nicht mehr, da Gondeck zuvor auch noch an der Latte des Amsdorfer Tores scheiterte (65.), er ansonsten zu zögerlich im Abschluss agierte.

„Heute war mehr drin. Das war ein Tag, an dem der Tabellenführer zu schlagen war“, so Benkel abschließend.