Magdeburg l Wenn die Reserve des SV Fortuna morgen um 15   Uhr im Stadtderby beim BSV  79 gastiert, geht für die Gäste eine kleine Serie zu Ende: die Serie von Duellen mit den Kellerkindern der Landesklasse 2. Beginnend mit dem Gastspiel bei Schlusslicht MSV Börde II und endend mit dem Auftritt beim Viertletzten, dem BSV 79, spielten die Männer vom Schöppensteg dann in aufsteigender Reihenfolge gegen die aktuell vier schwächsten Teams der Staffel.

Im Nachhinein undankbar

Ein Startprogramm, das sich Trainer Christian Krüger in der Nachbetrachtung anders gewünscht hätte. „Vor ein paar Wochen dachte ich noch, es sei ein guter Auftakt, um ordentlich in die Rückserie zu starten. Mittlerweile wäre es mir aber deutlich lieber gewesen, wenn wir in der Zwischenzeit Gegner aus höheren Tabellenregionen gehabt hätten“, sagt der 41-Jährige. „Jetzt sind wir mittendrin im Trott, die Ansagen vor den Spielen sind Blaupausen der Vorwochen, und ansehnlich ist es für die Zuschauer erst recht nicht“, ärgert sich Krüger über den Start gegen die sehr defensiv agierenden Kellerkinder der Staffel.

Das ganze Gegenteil ist beim BSV 79 der Fall, der zum Rückrundenauftakt gegen die vier Teams von der Tabellenspitze ran musste. „Wir hätten auch gerne eine bessere Mischung gehabt, als Woche für Woche gegen die Top-Teams zu spielen“, merkt Trainer Stephan Behrens zum Rückrundenstart an. In der Vorwoche arbeitete sich bereits Spitzenreiter TuS 1860 ohne großen Erfolg am Abwehrbollwerk der Cracauer ab, so dass sich die Neustädter über den späten Ausgleich noch glücklich schätzen durften.

Krügers Vorahnung

Einen ähnlichen Auftritt des BSV erahnt Krüger nun auch gegen seine Fortuna: „Wir erwarten wieder einmal einen tiefstehenden Gegner, der die Räume auf dem kleinen Platz sehr eng macht“, erklärt Krüger seine Erwartungshaltung. „Je besser die Mannschaften platziert waren, desto höher standen sie und machten mehr für das Spiel“, so das Fazit des Coaches der Fortuna-Zweiten aus den letzten Wochen. Das lässt hoffen, dass der BSV am Mitspielen interessiert ist.

Zuspruch erhält er dabei von seinem BSV-Kollegen Behrens: „Wenn er sich ans Hinspiel erinnert, weiß er, wie viele Chancen wir dort hatten, die wir einfach nur leichtfertig vergeben haben. Nur defensiv zu spielen liegt uns nicht, darum werden wir auch gegen Fortuna nicht so auftreten.“ Sollte sich der BSV dennoch nur auf die Abwehr beschränken, hilft für die Gäste nur eines: „Wir brauchen ein frühes Tor, woher auch immer.“

Abstiegsduell in Güsen

Im einzigen weiteren Magdeburger Derby des Sonnabends pocht Germania Olvenstedt gegen den SSV Besiegdas auf Revanche für die 3:6-Hinspielniederlage. Während der SV Arminia und der HSV Medizin mit den Gästen aus Gommern und Samswegen harte Bretter zu bohren haben, stehen für die restlichen Magdeburger Landesklasse-Vertreter Auswärtsspiele an.

Tabellenführer TuS 1860 gastiert in Nedlitz, der 1. FC Magdeburg II in Gerwisch und der MSV Börde II im enorm wichtigen Kellerduell in Güsen.