Magdeburg l Bei Germania Olvenstedt sind sie schon so etwas wie Experten. In der Hinrunde der Landesklasse-Saison beendete das Team ja gleich zwei Siegesserien. Am fünften Spieltag die des TuS 1860, der vor dem Derby mit vier Siegen in die Saison gestartet war. Und Ende Oktober die der FCM-Reserve, die zuvor vier Siege und ein Remis gefeiert hatte. Nun also soll die nächste Serie eines Gegners dran glauben.

Morgen trifft die Mannschaft von Trainer Markus Goldmann in Loitsche auf den SSV Samswegen, der in der laufenden Spielzeit sieben seiner acht Heimspiele gewonnen hat und selbst mit zwei torreichen Siegen in die Rückrunde gestartet ist. Neun Tore hat der Gastgeber in zwei Partien daheim erzielt. „Das wird ein kampfbetontes Spiel auf einem nassen, tiefen und großen Rasenplatz“, sagt Germania-Coach Goldmann.

Ordentlich gegenhalten

Verstecken wollen sich die Olvenstedter dabei gegen den sehr körperlich agierenden SSV keinesfalls. „Wir hatten zuletzt mit Gommern schon einen Gegner, der es ähnlich robust angeht. Da haben wir es gut gemacht“, sagt Goldmann zum 1:0-Erfolg über die Eintracht. „Wir sind auch keine zimperliche Truppe und werden ordentlich dagegen halten.“

Der letzte Spieltag hat allerdings seine Spuren im Kader der Germania hinterlassen. So muss der Landesklasse-Fünfte für die gesamte Rückrunde auf Sommer-Neuzugang Philipp Bengsch verzichten, der sich gegen Gommern das Kreuzband riss. Auch Niclas Schick und Daniel Dinter mussten das Feld in der Vorwoche verletzungsbedingt vorzeitig verlassen. Keeper Christopher Kranich bekam noch in der Schlussminute einen Ellenbogen ins Gesicht. Er kann aber spielen. Und auf den Mann zwischen den Pfosten wird es aus Sicht der Olvenstedter in Loitsche auch besonders ankommen. Schließlich startete der SSV offensivstark in die ersten beiden Spiele der Rückrunde. Ein Auge sollten die Germanen dabei besonders auf Winter-Neuzugang Heiko Meinecke, Bruder von Germania Vize-Kapitän Matthias Meinecke, werfen, der nach seinem Wechsel an fünf Samsweger Treffern beteiligt war.

Stotzky entwickelt sich langsam zum Torjäger

In der eigenen Offensive wird es bei den Germanen wieder auf Marcel Stotzky ankommen, der sich in der Vorbereitung aufdrängte und als Zielspieler in den beiden Vorwochen mit seinen drei Treffern der Olvenstedter Sieggarant war.

Bereits um 12.30 Uhr empfängt der MSV Börde II zum ersten von zwei Stadtduellen den SV Arminia. Im zweiten Derby möchte sich der TuS 1860 um 15  Uhr beim BSV 79 für das Ausscheiden im Stadtpokal revanchieren. Lösbare Aufgaben stehen für den SV Fortuna II und den 1. FCM II an, sie empfangen die Kellerkinder aus Gerwisch und Güsen. Einen Heimsieg braucht der SSV Besiegdas über Nedlitz, um ganz oben dran zu bleiben. Für den HSV Medizin geht es in Gommern um Punkte gegen den Abstieg.