Magdeburg l Die Berlinerinnen scheinen ein Rotes Tuch für den MFFC zu sein. Ein Remis hätte den Magdeburgerinnen im letzten Meisterschaftsspiel zum Gewinn des NOFV-Titels gereicht, doch sicherten sich die Gäste von der Spree durch ein Eigentor von Sarah-Sophie Jacobs den glücklichen Sieg.

Chancen bleiben ungenutzt

Dabei hatten die Elbestädterinnen schon im ersten Abschnitt eine Handvoll guter Chancen, die allesamt ungenutzt blieben. Dabei erwies sich Union-Keeperin Sarah Hornschuh als Turm in der Schlacht und praktisch unüberwindbar. Allerdings wurden die Gäste im zweiten Abschnitt mit der Einwechslung der quirligen Cosme Wolter auf der linken Außenbahn gefährlicher, verloren die Gastgeberinnen etwas den Zugriff und ließen die Abstände zwischen den einzelnen Reihen zusehends größer werden.

Gute Chancen gab es trotzdem für die Mannschaft von MFFC-Interimstrainer Randolf Neumann, der mit Chantal Münch ebenfalls früh eine frische Spielerin brachte, während er an der zu langsam wirkenden Torjägerin Manuela Knothe bis zum Schluss festhielt. Selbst nachdem Jacobs nach einer kurz zuvor durch Schiedsrichterin Linda Webers verordneten Trinkpause einen Freistoß der Berlinerinnen unglücklich zum 0:1 ins eigene Tor abfälschte (72.), gab es Möglichkeiten zum Ausgleich für den MFFC. Einwechslerin Münch traf in der vierminütigen Nachspielzeit nur die Latte des Union-Tores. Dann war Schluss und es herrschte große Traurigkeit beim MFFC, während die Unionerinnen feierten.

Glück im Unglück

Doch hatten die Magdeburgerinnen Glück im Unglück. Da die SpVg Berghofen nur Vierter der Regionalliga West wurde, rutschte der MFFC doch noch durch die Hintertür in die Relegation, muss gegen die TSG Hoffenheim, die SGS Essen II und den 1. FC Union Berlin ran.

Nach der unglücklichen Niederlage sprach MFFC-Präsident Karl-Edo Fecht vom besten Saisonspiel der Elbestädterinnen, die so oder so den erneuten Angriff auf die 2. Bundesliga unternehmen würden: „Die Regionalliga wird im neuen Jahr sicherlich stärker, aber wir wollen wieder Erster werden.“

Mauly und Puschmann gehen

Lea Mauly wird künftig für RB Leipzig spielen, Angelique Puschmann wohl in Dresden. Trainer Randolf Neumann, der wieder ins zweite Glied zurückkehren wird, meinte: „Die erste Halbzeit müssen wir für uns entscheiden. Zum Schluss war dann die Lauf raus.“

MFFC: Tauer – Seidler, Räcke, Jacobs, Mauly, Grenz, Schulz (78. Spiller), Hildebrandt, Wutzler (56. Münch), Puschmann (71. Hähnel), Knothe