Magdeburg l Im neunten Spieljahr nach dem Wiederaufstieg stellte der Verein mit diesem zwölften Rang seine schlechteste Platzierung im Endklassement aus der Saison 2012/13 ein, verschlechterte sich im dritten Jahr in Folge in der Abschlussplatzierung (10., 11., 12.).

Katte muss neues Team zusammenstellen

Dabei stand Neu-Trainer Mario Katte, der vom Verbandsligisten Union Schönebeck in den Südwesten der Landeshauptstadt wechselte, vor der Aufgabe, ein fast neues Team zusammenzustellen. Drei Abgängen standen immerhin zwölf Neuzugänge gegenüber.

So war klar, dass das Team eine gewisse Findungsphase überstehen musste. Allerdings sollte sich diese Findungsphase über die gesamte Saison hinziehen. Katte hatte mit der Problematik zu kämpfen, dass er aus verletzungs-, krankheits- und berufsbedingten Gründen sowie vielen privaten Verhinderungen fast jeden Spieltag eine andere Formation auf den Platz schicken musste.

Personelle Notlage

„Eine solche Situation habe ich in meiner nunmehr schon langen Trainerzeit noch nie erlebt“, meinte der stets aufgeschlossene Coach in einer ersten Saisonanalyse.

Augenscheinlich ist vor allem die Diskrepanz in den Ergebnissen. In den Spielen gegen die späteren drei Absteiger gelang nur gegen Thale mit zwei Siegen eine deutlich positive Bilanz. Die Thalenser sind zudem der einzige Gegner, gegen den der VfB alle sechs Punkte holte.

Förderstedt holt vier Punkte gegen den V

Dagegen war es gegen Olvenstedt und Förderstedt gerade einmal je ein Punkt. Bezeichnend vor allem die Spiele gegen das später abgeschlagene Schlusslicht Förderstedt, gegen das es zu Hause nur 2:2 hieß und gegen das am 1. Mai in einem Nachholspiel in der Börde auch noch 0:1 verloren wurde. Damit hat Förderstedt von seinen sieben Punkten allein vier gegen den VfB Ottersleben geholt.

Demgegenüber stehen aber dann wieder Spiele, in denen die Randmagdeburger ihr wahres Leistungsvermögen abriefen. So beim 4:3 in Westerhausen, den 3:1- bzw. 2:1-Heimsiegen über die Preussen und Wernigerode sowie beim 3:2 in Irxleben.

Zeit war viel zu kurz

„Letztlich hat sich gezeigt, dass die Zeit, die uns beim VfB im Sommer vor dem ersten Training blieb, viel zu kurz war. So haben wir zwangsweise den Kader in der Breite aufstellen müssen. Das hat man dann ab der Winterpause gespürt, als wir personell auf dem Zahnfleisch gekrochen sind“, so Katte abschließend.