Magdeburg l Beim Verbandsligisten Fortuna Magdeburg klotzen sie aktuell ordentlich ran. In der laufenden Vorbereitung auf die neue Spielzeit in Sachsen-Anhalts Beletage fordert Trainer Dirk Hannemann seine Spieler nicht nur in den Trainingseinheiten, sondern auch in zahlreichen Testspielen: neun an der Zahl.

Fortuna: Remis und Sieg

So standen an diesem Wochenende gleich zwei Partien für die Kicker vom Schöppensteg auf dem Plan. Am Freitagabend gab es ein achtbares 0:0 beim Oberliga-Aufsteiger 1. FC Merseburg, am Sonnabend folgte ein 6:2-Erfolg über den Landesligisten MSC Preussen.

„Das waren zwei gute Testspiele von uns, bei denen wir bis an die Grenze unseres Leistungsvermögens gegangen sind und gezeigt haben, dass wir bereit sind, engagiert zu spielen und uns zu quälen“, sagte Hannemann zufrieden.

Fortuna stark gegen Oberligist

Vor allem das Gastspiel in Merseburg hatte es dem Trainer angetan. „Das war ein richtig solider Auftritt. Körperlich haben wir gezeigt, dass wir schon wieder über 90 Minuten gehen können. Und taktisch haben wir das richtig klug gespielt“, lobte der Coach. Einzig im Abschluss haperte es, so dass es keinen Treffer zu vermelden gab. „Wir hatten in beiden Halbzeiten einige Konterchancen, sind sogar ein paar Mal alleine aufs Tor zugelaufen. Der Abschluss war das einzige Manko. Wir haben aber viele Sachen, die wir im Vorfeld angesprochen haben, schon sehr gut umgesetzt“, urteilte der 48-Jährige.

Tore bekam der Fortunen-Coach dafür am Sonnabend gegen den MSC Preussen zu sehen. Wenngleich er sich mit dem Start ins Spiel nicht zufrieden zeigte. „Die ersten 20  Minuten haben wir nicht das umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten. Die Beine waren etwas schwer, wir brauchten Zeit, um ins Spiel zu finden“, erklärte Hannemann.

Daniel Trinh ist treffsicher

So gingen die Preussen bereits in der achten Spielminute durch Lukas Schulze in Front. „Ab der 25. Minute sah das dann schon wesentlich besser aus“, attestierte der Trainer. Nach Toren von Daniel Trinh und Patrick Kemter ging es mit einer 2:1-Führung in die Pause.

In der zweiten Halbzeit konnte Steve Röhl noch einmal ausgleichen, ehe die Fortunen auf und davonzogen. Alexander Wichmann (58.), nochmal Trinh (78., 83.) und Kemter (87.) erhöhten zum 6:2-Erfolg. „Für uns war es wichtig, dass wir ein positives Ergebnis erzielen, das war unsere Zielstellung“, sagte Hannemann.

Trainer Hannemann erklärt Plan

Für Magdeburgs einzigen Verbandsligisten bedeutete der Vergleich mit dem MSC zugleich die Halbzeit der Saisonvorbereitung. Fünf Testspiele sind absolviert, vier stehen bis zum Verbandsliga-Start am 3. August zu Gast beim Haldensleber SC noch an. Ein straffes Programm, das Hannemann aber rechtfertigt: „Für uns sind die vielen Testspiele wichtig, weil wir die vielen jungen Spieler integrieren möchten. Das klappt nunmal am besten in Spielsituationen. Wir haben quasi bei jedem Testspiel eine neue Mannschaft auf dem Feld, die so noch nie zusammengespielt hat.“

Darum legt der Coach auch weniger Wert auf die Ergebnisse der Vorbereitungsspiele, wenngleich sich diese bisher sehen lassen können. „Wichtig sind für uns nicht die Ergebnisse als solche, sondern dass wir mit einem guten Gefühl aus der Vorbereitung gehen. Wir wollen uns körperlich und taktisch auf das gefasst machen, was uns in der Verbandsliga erwartet. Das ist in nur vier Wochen Vorbereitung gar nicht so leicht“, sagt Hannemann.

In den nächsten 14 Tagen, so erklärt Hannemann, „stehen Pass- und Laufwege und das Anlaufen des Gegners im Vordergrund“. Und: Bereits morgen Abend steht für die Fortunen der nächste Test auf dem Plan. Dann gastieren die Verbandsliga-Kicker beim Landesklasse-Vertreter TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens um den früheren Ottersleben-Coach Mario Katte.