Magdeburg l „Uns war vor dem Spiel klar, dass wir fußballerisch dem VfB mit seinen vielen gestandenen oberliga- und regionalligaerfahrenen Spielern nicht das Wasser reichen können. Deshalb wollten wir über die Zweikämpfe ins Spiel kommen und in der Schlussphase Zeichen setzen. Das ist uns, so glaube ich, sehr gut gelungen“ lautete das Resümee von Fortuna-Trainer Dirk Hannemann nach den umkämpften 90 Minuten.

Dabei sahen die Zuschauer bei nasskaltem, ungemütlichem Herbstwetter eine ausgeglichene erste Hälfte, in der sich beide Mannschaften in der Anfangsviertelstunde neutralisierten. Die Fortunen ließen nichts zu, störten den Gast sofort beim Spielaufbau. Das erste Zeichen setzte dann auch der Gastgeber über die linke Seite, doch Tobias Ginter (15.) verpasste im Strafraum per Kopf den gefühlvollen Ball. Auf der Gegenseite hatte auch der VfB seine einzige gefährliche Aktion im ersten Durchgang. Doch Pavel Pfeifer (17.) verdribbelte sich im Strafraum, so dass auch diese Möglichkeit vertrich.

„Wir haben in diesen ersten 45 Minuten noch zu viele Fehlpässe gespielt, uns damit auch ein wenig aus dem Spiel genommen“, sah Hannemann die ersten 45 Minuten.

Erst in der 50. Minute wieder ein Lebenszeichen des VfB durch den eingewechselten Robert Kowol, der auf der linken Seite zunächst viel Rabatz machte. Seinen Schuss setzte er aber zu genau an die Latte des Fortuna-Gehäuses.

Die Gastgeber bauten jetzt immer mehr auf Konter, vergaben durch Linus Leander Johannes Braun eine erste gute Aktion (53.).

Mit zunehmender Spielzeit wurden die Aktionen des VfB immer planloser, der gegen die aufmerksame Fortuna-Mannschaft einfach keine Mittel fand, um sich durchzusetzen. Entweder rannte man sich in der Fortuna-Abwehr fest oder verzog die Schüsse weit neben oder über das Fortuna-Gehäuse.

Der Gastgeber hätte dagegen noch mehr aus der Begegnung herausholen können. Doch Bastian Benkel (78.) per Kopf und Ginter (79.) vergaben die größten Möglichkeiten des Gastgebers auf einen Torerfolg. „Wenn wir die eine oder andere Situation besser ausspielen, ist sogar noch mehr drin“, lautete denn auch eine Erkenntnis von Hannemann bei der Auswertung der 90 Minuten.

Letztlich blieb es beim torlosen Unentschieden und mit einem Blick auf die nach dem Abpfiff niedergeschlagen wirkenden Gäste wieder einmal bei der Erkenntnis, dass elf gute Fußballer noch lange keine gute Mannschaft ergeben.