Magdeburg l Das Quäntchen Glück, das Besiegdas laut Trainer Daniel Naumann gebraucht hat, um den Favoriten Union Schönebeck in der zweiten Runde des Landespokals zu ärgern – es kam zu früh. „In der 59. Minute sind wir durch ein Eigentor von Union in Führung gegangen. Aber das war leider ein bisschen zu früh“, erklärte Naumann. „So hatte Schönebeck zum einen noch genügend Zeit, um das Spiel zu drehen, zum anderen hatte das Tor einen größeren Effekt auf die Gäste: Es hat sie nämlich noch wütender gemacht.“

Ein Umstand also, von dem letztlich der Landesligist profitierte, der sich am Sonnabend mit 3:2 (0:0) beim Landesklasse-Vertreter Besiegdas durchgesetzt hat.

Drei Tore in der Schlussphase

Union war die spielstärkere Mannschaft. „Über die gesamte Spielzeit gesehen, war uns Schönebeck überlegen“, bestätigte Naumann. Allerdings blieben die großen Torchancen erst einmal aus: „Defensiv haben wir gut gearbeitet.“ So konnte Besiegdas das Spiel lange offenhalten, erst im letzten Drittel fiel die Entscheidung. So glich Marcus Bolze in der 71.  Minute für die Gäste aus, Erik Nordmann brachte sie kurz vor Ende der regulären Spielzeit in Führung (2:1/89.). Der Treffer von Nico Thurm zum 2:2 (90.+2) hätte fast die Verlängerung für Besiegdas bedeutet, doch Enrico Palm verwandelte einen ruhenden Ball noch zum 3:2-Siegtreffer (90.+5).

Das „Abenteuer Landespokal“ ist für Besiegdas somit in der zweiten Runde zu Ende gegangen. „Es ist sowieso immer eine Frage der Zeit, bis man rausfliegt. Ich bin froh, dass wir keine Klatsche bekommen haben, sondern ein gutes Spiel gezeigt haben“, sagte Naumann. Denn Selbstvertrauen geholt habe sich seine Mannschaft allemal: „Der Stolz hat nach kurzer Enttäuschung überwogen. Nach der vorangegangenen 0:9-Niederlage in der Liga gegen Burg hat uns die Partie aber definitiv gestärkt.“

Personalsorgen wohl ausgestanden

Und Naumann blickte auch noch aus einem anderen Grund zuversichtlich in Richtung kommender Woche. „Unser Problem mit dem personellen Notstand sollte sich auflösen.“ Verletzungspech und Urlaubszeit hatten nämlich dafür gesorgt, dass Besiegdas zuletzt sogar Spieler reaktivieren musste, um eine Mannschaft aufs Feld zu bekommen.

Vor dem Aufeinandertreffen mit dem BSV 79 am kommenden Sonnabend, der in der Tabelle direkt vor Besiegdas auf Rang sieben rangiert, soll sich das nun ändern. „Zwei bis drei Spieler werden aller Voraussicht nach zurückkehren. Ich gehe deshalb davon aus, dass wir mal wieder mit einem 13er-Kader zum Spiel fahren können.“