Magdeburg l Bereits nach einer guten Viertelstunde musste Jonas Blaszczyk das Spielfeld auf Seiten der Gastgeber verlassen. Grund waren Magenpro-bleme. Der für ihn eingewechselte Oyewale Oyelami aus der zweiten HSV-Vertretung konnte allerdings Offensivakzente setzen und sein Team in der 43. Minute in Führung bringen. „Es ist nie gut, wenn man nach 15 Minuten wechseln muss. Aber wir haben es gut gemacht, mit Spielern aus der zweiten Mannschaft. Wir sind nicht unverdient mit der Führung in die Pause gegangen“, zeigte sich HSV-Trainer Angerer mit der ersten Hälfte zufrieden.

Ausgleich als Knotenlöser

Auch Arminia-Coch Thomas Tietz war mit dem Auftreten seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten einverstanden: „Wir haben einmal nicht aufgepasst, und das hat Medizin sehr effektiv gelöst. Aber unser Spiel war nicht schlecht, und das habe ich dem Team für die zweite Halbzeit auch so mit auf den Weg gegeben. Wir hatten gute Chancen, die wir nicht genutzt haben. Wenn wir also unser erstes Tor schießen, kann das den Knoten lösen.“

Schon eine Minute nach Wiederanpfiff war der angesprochene Knoten dann geplatzt. Kapitän Matti Hanso war seinem Gegenspieler enteilt, konnte die Flanke von Philip Posselt unbedrängt ins rechte Eck einköpfen.

Arminia spielt sich in einen Rausch

Ab der 57. Minute kam Arminia dann in einen Rausch, die Abwehr von Medizin war komplett von der Rolle. Erst verwandelte Dustin Lenz einen Freistoß von der Strafraumkante direkt zum 1:2. Nur eine Minute später verlor HSV-Verteidiger Tino Schönberg als letzter Mann den Ball. Das 1:3 durch Daniel Fritzsche war reine Formsache. Auch beim 1:4 war Medizin-Keeper René Kowalewski chancenlos: Alexander Ruhland verspekulierte sich als letzter Mann, Posselt legte für Berlin auf, der nur noch ins fast leere Tor einschieben musste. Das 1:5 durch Sebastian Schmidt (72.) brachte den Endstand, Arminia war nun auch spielerisch deutlich überlegen.

„5:1 hört sich extrem hoch an. Aber der Unterschied zwischen den Spielhälften war wie Tag und Nacht. In der ersten Halbzeit machen wir es richtig gut. Dann läuft in den ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte alles schief, was schiefgehen kann“, konstatierte Angerer.

Besonders dick kam es für den HSV in der 65. Minute. Holger Franke und Johannes Heise, die vor dem Spiel in die Mannschaft zurückgekehrt waren, mussten verletzt raus. Bereits Minuten vor dem Wechsel humpelten beide nur noch. „Wir haben geguckt, ob es geht, ob sie die Schmerzen rauslaufen können. Eigentlich wollten wir nicht mehr wechseln. Wir haben heute personell aus dem letzten Loch gepfiffen“, so Angerer nach dem Spiel.

HSV Medizin: Kowalewski – Schönberg, Ruhland, Franke (65. Pilz), Blaszczyk (17. Oyelami), Timmerevers, Kowal, Kharroufi, Mai, Mußel, Heise (66. Hohn)

SV Arminia: Klebe – Leins, Schneider, Magnus, Lenz (84. Ukaegbu), Gasch, Posselt, D. Fritzsche (68. Schmidt), Berlin, Hanso, E. Fritzsche

Tore: 1:0 Oyelami (43.), 1:1 Hanso (47.), 1:2 Lenz (57.), 1:3 D. Fritzsche (58.), 1:4 Berlin (61.), 1:5 Schmidt (72.)

Nächstes Spiel: HSV Medizin - 1. FCM II15.05.