Magdeburg l Trotzdem zeigte sich SSV-Trainer Daniel Naumann nach Spielende sehr zufrieden. Kein Wunder, hielten die Ostelbier gegen die zwei Spielklassen höher startenden und mit einigen ehemaligen Regionalligaspielern gespickten Gäste aus den Harz über 90 Minuten doch gut mit, so dass ein Klassenunterschied über weite Strecken der Partie nicht ersichtlich war.

Nachdem Florian Eggert, der für den VfB Germania Halberstadt und den FSV Zwickau über 100 Mal in der Regionalliga auflief, in der achten Minute mit einem Freistoß aus 20 Metern an den Querbalken den ersten Warnschuss für die Gäste vom Wolfsberg absetzte, übernahmen die Grün-Gelben zunehmend die Kontrolle.

Zappe mit Führung auf dem Fuß

So hatte Marc Zappe nach Zuspiel von Kapitän Franz Meisner nur vier Minuten später die Führung für den Gastgeber auf dem Fuß, scheiterte von der Fünferkante aber ebenfalls an der Latte. Kurz darauf sorgte Gregor von Ehrlich-Treuenstätt mit einer starken Einzelaktion für Torgefahr, platzierte seinen Abschluss von der Strafraumgrenze aber knapp am langen Pfosten vorbei. Dennoch tönte es aus dem Kreis der Gastgeber bei der ersten Trinkpause ein lautes „Wunderbar! Mehr gibt es dazu nicht sagen.“

Schließlich standen die Jungs vom Gübser Weg in der Defensive felsenfest. Mit ihrem laufstarken Gegenpressing zwangen sie den Verbandsligisten immer wieder zum weiten Schlag, den sie mit den Abwehrrecken Steve Ratzel und Rouven Neudeck dann stets unter Kontrolle hatten. Nach Ballgewinn suchte der Landesklasse-Vertreter derweil immer den direkten Weg in die Spitze, bei dem es aber oftmals am finalen Pass haperte. Nachdem von Ehrlich-Treuenstätt kurz vor der Pause im Strafraum lieber ins Dribbling ging als den Torabschluss zu suchen, blieb es zur Pause beim 0:0.

Eigentor bringt Gäste nach vorn

Dafür dauerte es in Hälfte zwei nur zwanzig Sekunden bis zum ersten Treffer der Partie. Nach scharfer Hereingabe von der rechten Außenbahn unterlief Erik Baumert in der Mitte beim Klärungsversuch ein höchst unglückliches Eigentor, bei dem Keeper Marios Kolila machtlos war.

In der folgenden Phase dominierten die Gäste die Begegnung für gut 15 Minuten, dann bäumte sich der Gastgeber nochmal kräftig auf. Allerdings fehlte sowohl von Ehrlich-Treuenstätt (72.) als auch Meisner per direkten Freistoß (82.) das Quäntchen Glück im Abschluss.

So spielten die Gäste aus dem Harz die Schlussminuten routiniert herunter und setzten mit einem herrlichen Eggert-Freistoß ins Kreuzeck in der 90. Minute sogar noch den Schlusspunkt zum 0:2 drauf.

SSV Besiegdas: Kolia – Ratzel, Neudeck (63. Schmidt), von Ehrlich-Treuenstätt, Busch (74. Bruns), Baumert, Sperling, Meisner, Zappe (84. Schleusner), Neßler, Thurm