Magdeburg l Während für den Gastgeber Lukas Magnus (14., 66.) und Simon Weiß (71., Handstrafstoß) trafen, waren für die Stadtfelder die beiden Winter-Neuzugänge Luca Rudolph (29.) und Constantin Hohenegger (90.) sowie Patrick Kreutzer (56.) und Simon Witt (59., 65.) erfolgreich.

Börde-Trainer Marcus Mähnert schickte nach dem Spiel zunächst einen Dank in Richtung Gastgeber, dass die Begegnung bei den widrigen Bodenverhältnissen überhaupt ausgetragen werden konnte. „Über die Bedingungen brauchen wir nicht sprechen, aber so konnten sich alle bewegen, ich konnte alle 17 Spieler einsetzen.“ Zum Spiel selber meinte er: „Man hat bei uns gesehen, dass einige Dinge, wie das Positionsspiel, noch nicht wieder laufen. Aber das wird kommen.“

„Das war für uns ein gelungener Test, in dem wir vieles umsetzen konnten, was wir uns zuvor vorgenommen hatten“, lautete das Fazit von Arminia-Trainer Thomas Tietz. „Dass gegen den MSV Börde nicht alles über 90 Minuten klappt, ist verständlich.“

Wiedersehen mit Lenz und Berlin

Auf Seiten der Arminen standen mit Dustin Lenz und David Berlin auch zwei Akteure im Kader, die über eine längere Zeit im Dress des MSV Börde zurückblicken können. Dabei hinterließ vor allem der 32-jährige Lenz, der über 90 Minuten zum Einsatz kam, einen guten Eindruck. Der gelernte Stürmer, der sich am liebsten im Mittelfeld sieht, half auf der linken Verteidigerposition aus, machte seine Sache wie gewohnt engagiert und gut.

Der dreifache Vater begann im Alter von zehn Jahren mit dem Fußball, landete Anfang des Jahrtausend nach zuvor einigen Monaten beim 1. FC Magdeburg, der SG Handwerk und dem MSV 90 Preussen an der Harsdorfer Straße. Dort spielte er bis 2015, wechselte stets zwischen erster und zweiter Mannschaft.

„Das war heute schon ein schönes Auf und Ab bei diesen Witterungsbedingungen“, lautete sein erstes Fazit. Nicht nur der Torjäger befand in seiner Analyse, dass „wir vor allem in der ersten Hälfte mit unserer ebenfalls sehr jungen Mannschaft ein sehr gutes Spiel gemacht haben. Da haben wir gut gestanden, wenig zugelassen. Wir hätten vielleicht ein, zwei Tore mehr machen müssen.“

Das Blatt wendete sich aber in Hälfte zwei. „Da hat man gemerkt, dass der Gegner komplett umgestellt hat, uns jetzt fast mit jeder Aktion überrannte, seine konditionellen Vorteile ausgespielt hat. Da hat bei vielen von uns die Schnelligkeit gefehlt.“ So setzte sich der Landesligist durch drei schnelle Tore innerhalb von neun Minuten auf 4:1 ab. Bei besserer Chancenverwertung hätte der MSV das Spiel noch deutlicher entscheiden können.

Lenz will weitermachen

„Gut war, dass wir nie aufgesteckt haben und so noch zwei Treffer erzielten“, so Lenz, der bisher von schwereren Verletzungen verschont blieb, den Spaß am Fußball immer noch hat und noch einige Jährchen kicken will. „Entscheidend sind aber Familie und Gesundheit“, so Lenz.