Magdeburg l Weil beim SSV Besiegdas sämtliche Torhüter ausfielen, musste beim Landesklasse-Duell mit dem SV Arminia am Sonnabend Feldspieler Maximilian Räcke zwischen die Pfosten. Beim souveränen 4:1 (3:0)-Erfolg der Grün-Gelben sorgte die Abwehr aber dafür, dass der Aushilfskeeper einen ruhigen Tag erlebte. Einen großen Anteil am Erfolg der Grün-Gelben hatte der 21-jährige Sommerneuzugang Max-Niklas Lipka. „Der Schlüssel zum Erfolg war eine konzentrierte Abwehrleistung der gesamten Mannschaft. Jeder hat geackert und alles reingehauen“, analysierte Lipka den Heimdreier. Ein ums andere Mal stellte er für die Arminen-Offensive um David Berlin und Simon Weiß eine schier unüberwindliche Mauer dar, eroberte mit gutem Stellungsspiel Ball um Ball und baute das Spiel von hinten heraus überlegt auf.

Lipka kam im vergangenen Sommer aus dem hohen Norden nach Magdeburg, um an der Hochschule Recycling- und Entsorgungsmanagement zu studieren. Auf Anraten von Mitbewohner Jannis Riegmann – seinerseits Torhüter der Stadtoberliga-Reserve des SSV – besuchte er ein Training der Grün-Gelben und wurde prompt zum Training der Landesklasse-Vertretung eingeladen. Zuvor kickte der 21-Jährige lediglich in der Magdeburger Uniliga und half seinem Heimatverein, dem Büdesldorfer TSV, in der sechstklassigen Landesliga Schleswig nach Möglichkeit aus.

Jetzt Spiel Nummer vier für den SSV

Da der Defensivmann auch über die Semesterferien in der Heimat war und dort arbeitete, verpasste er den Saisonstart, bestritt gegen die Arminia erst sein viertes Pflichtspiel im neuen grün-gelben Gewand. Das Zusammenspiel mit den Teamkollegen, gerade mit Nebenmann Vinzent Rasche, der in dieser Spielzeit aus der Offensive in die Viererkette gerückt ist, klappt dennoch schon ziemlich gut.

„Vor dem gegnerischen Tor waren wir wieder abgeklärt, was uns in den vergangenen Wochen ein wenig gefehlt hat“, lobte Lipka zudem den eigenen Angriff.

Dabei hatten die 03er den Gästen für den ersten Treffer zu danken. Nach einer Ecke klatschte sich Torhüter Stefan Maierl, der auch beim zweiten Treffer von Marc Zappe (23.) nicht gut aussah, sich in der Folge aber steigerte und die Arminen mit tollen Paraden noch im Spiel hielt, die Kugel am kurzen Pfosten ins eigene Netz (15.). Mit dem Pausenpfiff stellte der aufgerückte Rasche auf 3:0 und sorgte damit für klare Verhältnisse.

Gäste finden keine Lösungen

In Hälfte zwei spielten es die Gäste dann zwar offensiver, jedoch fanden sie keine Lösungen gegen die kompakte SSV-Defensive und deren Pressing. So blieb den Arminen, nachdem Gregor von Erlich-Treuenstätt sogar noch mit einem blitzsauberen Konter erhöhte (60.), lediglich der Ehrentreffer in Form eines direkt verwandelten Freistoßes von Simon Weiß in der Schlussminute.

„Besiegdas war in vielen Dingen einfach viel besser als wir“, erkannte auch Gäste-Trainer Thomas Tietz neidlos an. Sein SSV-Trainerkollege Daniel Naumann freute sich derweil, dass die eigene Mannschaft die von ihm verlangte „richtige Reaktion auf die Ergebnisse der vergangenen Wochen“ zeigen konnte.