Magdeburg l Wie schon in der Vorwoche beim 3:1 in Barleben erzielte Neumann alle Fortuna-Treffer, trug wesentlich dazu bei, dass die Hannemann-Truppe jetzt Tabellenachter ist. „Dazu ist er da. Er ist Stürmer“, freute sich der Coach über die beiden Treffer des Torjägers, der jetzt bei acht Saisontoren steht.

Im Moment passt alles

„Wichtig sind drei Punkte. Die Vorbereitung lief gut, im Moment passt alles“, gab sich der Doppeltorschütze bescheiden. Dabei mussten die Gastgeber mit Bastian Benkel und Winterneuzugang Daniel Trinh auf „zwei Säulen“ (Hannemann) verzichten.

„Wir sind so gut besetzt, dass jeder jeden ersetzen kann“, sah auch Doppelpacker Neumann einen Grund für den aktuellen Höhenflug der Fortunen. Die holten aus den vier Spielen nach der Winterpause zehn Punkte, stehen in der Tabelle auf einem sicheren Mittelfeldplatz mit Anschluss weiter nach oben.

Hannemann nur mit erster Halbzeit zufrieden

„Wir sind jetzt griffiger, haben das heute wieder gut gemacht“, freute sich Fortuna-Trainer Dirk Hannemann, schränkte dabei ein: „In der zweiten Halbzeit unterliefen uns einige Ballverluste zu viel. Die erste Halbzeit war besser, doch hätten wir da schon das zweite Tor machen müssen. Nach dem 2:0 haben wir etwas den Faden verloren, aber insgesamt ging unser Plan auf, mit schnellen Balleroberungen gegen einen spielstarken und passsicheren Gegner für Gefahr zu sorgen.“

Die Fortunen erwischten einen Blitzstart. Dessaus Innenverteidiger Edozie Christian Chidera ließ den Ball durchrutschen, und Neumann bedankte sich mit dem frühen 1:0 (2. Minute). Die Muldestädter spielten zwar gefällig mit, waren aber im letzten Drittel des Spielfeldes zu harmlos. Der letzte Ball kam zumeist nicht an, so dass Emirhan Ulubay im Fortuna-Tor einen relativ geruhsamen Nachmittag verlebte.

Garz und Neumann harmonieren

Die Gastgeber wollten nachlegen, ließen aber beim Abschluss die nötige Präzision vermissen. Dann aber zehn Minuten nach Wiederbeginn doch das 2:0. Christopher Garz schickte Mittelstürmer Neumann, der auch viel nach hinten arbeitete und organisierte, schön in die Gasse, und der vollendete sicher.

Zehn Minuten später zielte der Ex-Barleber am langen Pfosten vorbei, verpasste das mögliche 3:0. Die Gäste, in deren Reihen mit Albert Halalj ein Ex-Fortune mitwirkte, hatten durchaus mehr vom Spiel, blieben aber weiter im Abschluss schwach.

In der dritten Minute der Nachspielzeit kamen sie nur noch zum späten Anschlusstreffer. Und auch daran war Fortune Neumann beteiligt, der Maximilian Eschner im Fortuna-Strafraum legte. Der Gefoulte verwandelte den fälligen Strafstoß selbst. Doch nur zehn Sekunden später war Schluss.