Magdeburg l Tim Woltersdorf hätte natürlich gerne Fußball über 90 Minuten gesehen. Aber das war gar nicht möglich an diesem vergangenen heißen Sonnabend in Wulferstedt. Nicht nur, weil der Trainer mit seinen Olvenstedtern Germanen lediglich mit zehn Feldspielern und zwei Torhütern angetreten war zum ersten Testspiel in der Vorbereitung auf die neue Landesklasse-Saison. Die Urlaubszeit hatte einen größeren Kader verhindert. Mit Mirko Schröter musste zudem einer seiner Schützlinge wegen einer Gelb-Roten Karte vorzeitig den Rasen verlassen. Ergebnis: Olvenstedt verlor 1:7 (1:2). Erkenntnisse? „Nach dem Platzverweis hatte die Partie für beide Mannschaften eigentlich keine Aussagekraft mehr“, berichtete Woltersdorf, der seit dem vergangenen Winter die Germanen trainiert.

„Bis zur Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel“, erklärte der Coach, der sich über die frühen Führung durch David Schäfer (3.) freute. Ebenso wie über einige Ansätze, die seine Elf nach erst zwei Trainingseinheiten zeigte. Aber was Woltersdorf natürlich mit dem geschmälerten Kader längst nicht studieren konnte, war die neue Flexibilität, die er seinem Team einimpfen möchte. „Wir wollen flexibler in der Spielgestaltung sein“, berichtete er. Und Olvenstedt will sich mit zwei Systemen – dem 4-3-2-1 und dem 3-5-2 – die Chance geben, auf eigene Ausfälle und auf die unterschiedliche Spielkultur der Vereine in der Staffel 2 zu reagieren.

Meinecke spielt zentrale Rolle

Dazu wird Kapitän Matthias Meinecke dem Coach weiterhin als verlängerter Arm auf dem Feld dienen, vornehmlich in der Defensive, aus der der erfahrene 29-Jährige das Spiel strukturieren kann. Meinecke geht übrigens in seine zehnte Saison bei Germania und seit seinem Wechsel vom SV Irxleben. „,Matze‘ wird eine zentrale Rolle spielen“, bestätigte Woltersdorf. Ihn kennt der Trainer ebenso gut wie „einen Großteil der Truppe“, zumal Woltersdorf bereits in den Landesliga-Saisons 2016/17 und 2017/18 als Co-Trainer fungierte. Und diese Truppe muss sich nun der allgemeinen Athletik widmen. Und viel Ausdauer tanken, damit die Puste bis zum letzten Spieltag der neuen Saison am 19./20. Juni reicht.

Heute geht der Trainings-alltag in der Straße Am Sportplatz 3 weiter, obwohl dieser zwischenzeitlich orkanstark gestört wurde. Ein Sturm hatte dafür gesorgt, dass die Photovoltaikanlage sowie das Dach des Vereinsheimes beschädigt wurden. „Das Haus kann nur eingeschränkt genutzt werden“, hatte Maik Herrmann aus dem Vorstand erklärt. Dennoch „werden wir unseren nächsten Test zu Hause bestreiten“,so Woltersdorf: und zwar am kommenden Sonnabend (15 Uhr) gegen den Stadtoberligisten MSV Börde II.