Magdeburg l Der Tabellenführer aus dem Germer-Stadion, mittlerweile bereits mit vier Punkten Vorsprung, gab von Beginn an den Ton im Magdeburger Derby an. Der MSC machte am Schöppensteg das Spiel und überzeugte mit sicherem Passspiel. Aber auch die Fortuna-Zweite zeigte eine gute Abwehrleistung. So kam es im Spiel nur selten zu guten Tormöglichkeiten. Die wohl größte Chance im ersten Durchgang gab es nach 13 Minuten zu sehen, als Marcel Böer den Ball in die Mitte zu Florian Böning spielte. Der Außenspieler zeigte in aussichtsreicher Position jedoch Nerven und schob den Ball am Tor vorbei.

Preussen belagerte den Fortuna-Strafraum zwar, hatte dafür aber nur wenige nennenswerte Abschlüsse. So dribbelte Marvin Windelband in einer Aktion durch den Strafraum, auch am Keeper vorbei, und spielte den Ball dann von der Grundlinie in die Mitte. Dort kam allerdings kein Mitspieler zum Abschluss (17.). Auch die Versuche von Martin Liebold (24.) und Steve Röhl (41.) landeten nicht im Kasten des Gegners.

Die Gastgeber waren zwar auf Konter aus, konnten jedoch kaum mal einen schnellen Gegenangriff einleiten. Bis zur 63. Minute, als Saeed Alizadeh über die rechte Seite frei durch war. Der Fortuna-Stürmer kam jedoch nicht zum Abschluss, da ihm der Ball versprang. Nur eine Minute später landete die Kugel auf der anderen Seite im Tor. Der Treffer von Liebold zählte aufgrund einer Abseitsposition jedoch nicht (64.) Auch die defensiv kompakt stehenden Gastgeber hatte eine weitere Konterchance durch Ali-zadeh. Seine Hereingabe wurde jedoch im letzen Moment von Böer geklärt.

Schließlich durfte sich der Tabellenführer für seine Überlegenheit doch noch belohnen. Liebold sorgte mit einem sehenswerten Kopfballtreffer nach einer Ecke von Böning für die 1:0-Führung (85.). Nur fünf Minuten später zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul am eingewechselten Virginijus Dapkus auf den Punkt. Daniel Trinh verwandelte den Strafstoß zum 2:0-Endstand.

„Die Jungs haben sich für eine gute Leistung belohnt. Die Tore sind zwar spät gefallen aber es war trotzdem ein sehr verdienter Sieg. Wir waren ja selbst schuld, dass es solange noch spannend war, wir haben einige Chancen liegen gelassen“, so die Zusammenfassung von Preussen-Trainer Alexander Daul. Der MSC baute seine Siegesserie mit dem Erfolg im Derby auf sechs Siege aus.

Die Fortuna-Zweite hingegen musste nach zuletzt drei Siegen in Serie wieder eine Niederlage einstecken. Trainer Marco Kilian war zwar mit dem Resultat, mit der Leistung aber keinesfalls unzufrieden: „Wir konnten nach einer guten Leistung erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Wer gegen Preussen punkten will, braucht schon einen sehr guten Tag.“

Ein Punktgewinn des Gastgebers wurde erst durch zwei Standards zunichte gemacht. „Wir haben fast über die komplette Zeit sehr gut verteidigt, dann aber durch zwei Standards noch die Gegentore bekommen. Unter dem Strich ist der Sieg der Preussen verdient, wir haben ihnen aber alles abverlangt“, so Kilian weiter.

SV Fortuna Magdeburg II: Tübke - Rupprecht, Strietz, Schulze, Franzelius, Röder, Erdmann, Einecke, Spieler, Döring, Fleischmann

Magdeburger SC Preussen: Ebeling - Glode, Böer, Windelband (65. Dapkus), Appel, Trinh, Tietz, Röhl, Knöfler, Böning, Liebold

Torfolge: 0:1 Liebold (85.), 0:2 Trinh (90.)