Magdeburg l Wie begossene Pudel standen die TuS-Kicker am Sonntag nach dem verlorenen Landesliga-Auftaktspiel gegen Bismark (1:2) da. Während der kurz vor dem Spielende einsetzende Starkregen die Zuschauer und die siegreichen Gäste schnell vom Platz vertrieb, ließ sich der Aufsteiger den Schlachtruf im Mannschaftskreis trotz Niederlage und Wetterkapriolen nicht nehmen.

Starker Zusammenhalt

„Gerade das soll unseren Zusammenhalt symbolisieren. Dass wir als Mannschaft aufs Feld gegangen sind und genauso als Mannschaft wieder runter gehen, egal ob Sieg, Unentschieden oder Niederlage“, erklärt Co-Trainer Hannes Pilz die zunächst ungewöhnlich anmutende Szenerie.

Bei ihrer Landesliga-Rückkehr nach über 5900 Tagen boten die Neustädter keine schlechte Leistung, zeigten sich jedoch vor allem in der Anfangsphase zu respektvoll. „In der ersten Hälfte haben wir ein bisschen ängstlich gespielt und uns damit wie schon im Pokal gegen Haldensleben selbst ein Loch gegraben. Im zweiten Durchgang sah das dann sehr ordentlich aus“, sah es Robin Miedlich von hinten. Der routinierte Schlussmann, der mit dem VfB Ottersleben bereits in der Landesliga spielte, trug keinerlei Anteil an der Niederlage. Stattdessen stach er mit einer sehr abgeklärten Leistung im Kasten heraus, war bei beiden Gegentreffern machtlos.

Null soll stehen

Am Sonnabend im Spiel beim Verbandsliga-Absteiger Union Schönebck möchte er nun die Null halten. „Wir haben gesehen, dass die Landesliga kein Hexenwerk ist. Das sollte uns Kraft und Mut geben, nächstes Mal früher Vollgas zu geben und nicht erst 0:2 in Rückstand zu geraten“, zieht Pilz als Schlussfolgerung. „Ziel ist es, auf jeden Fall etwas aus Schönebeck mitzunehmen.“

Eine kurze Anreise steht am Sonnabend auch für den VfB Ottersleben an, der nach dem 4:3-Auftaktsieg über Ilsenburg nun in Heyrothsberge gefordert wird. Trotz des Startsieges tritt Trainer Oliver Malchau auf die Euphoriebremse: „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe. Nur weil wir gewonnen haben, sind wird nicht automatisch der Favorit. Heyrothsberge kommt immer über die Leidenschaft, von daher wird es schwer genug.“

Darum könnte der VfB-Coach auch mit einem Remis gut leben: „Wenn wir mit unserer jungen Truppe auswärts einen Punkt holen, sind wir grundlegend nicht unzufrieden.“

Weite Tour für MSV Börde

Mit einem Dreier möchte sich der MSV Börde für die weite Auswärtsfahrt zum SSV Havelwinkel Warnau belohnen. „Das wird eines des schwersten, wenn nicht sogar das schwerste Auswärtsspiel der Saison. Warnau ist ein unangenehmer Gegner, der auf seinem kleinen Platz mit den vielen weiten Bällen schwer zu bespielen ist“, weiß Trainer Marcus Mähnert.

Mit Henri Conrad, Moritz Scherl und Benny Beyer stiegen drei Jungs unter der Woche wieder ins Teamtraining ein. Dennis Gehrmann, Max Dittwe und Nico Rackwitz könnten zu Gast in der Altmark schon wieder zum Einsatz kommen.