Magdeburg l Als alle sich schon auf das Elfmeterschießen eingestellt hatten – Bördes Alexander Schüßler und Bennet Flöter bereits die wieder aufgefüllten Trinkflaschen zur Bank brachten – fasste sich Tom Saager ein Herz, zog einfach mal ab. Sein Schuss zwei Minuten vor Ende der Verlängerung schlug unhaltbar unten rechts zum 1:2-Endstand ein (118.).

Saager: "Da hat alles gepasst"

„Wenn man nicht aufs Tor schießt, kann man keine Tore erzielen. Da hat alles gepasst“, beschrieb Preussens Sommerneuzugang Tom Saager den späten Siegtreffer. „Jetzt wollen wir das am Freitag fortsetzen“, blickte der 24-Jährige schon auf den Saisonstart in der Landesliga voraus. Da stehen sich der MSV Börde und die Preussen erneut im GutsMuths-Stadion gegenüber, dann aber um Punkte.

Die Gastgeber versäumten es, die Gunst der Stunde zu nutzen und Preussens „Aushilfstorwart“ Dennis Kagelmann, zu beschäftigen. Zu selten brachten die Stadtfelder den Ball auf das Gästetor. So musste sich Kagelmann, von Haus aus Verteidiger, der für die verhinderten Stammkeeper Ebeling (Urlaub) und Schumann (Dienst) einsprang, nur einmal geschlagen geben. Patrick Kreutzer traf per Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1 (66. Minute).

Goudou beinahe Spielverderber

Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit hatte Isaac Bimenyimana aus Nahdistanz zum 0:1 getroffen. Sein Abseits stehender Mannschaftskollege Patrice Goudou hätte ihm das Tor beinahe noch geklaut (47.). „Das bekam ich nicht mit. Ich war so fokussiert“, meinte Torschütze Bimenyimana zu dieser Szene.

Ansonsten neutralisierten sich beide Mannschaften über weite Strecken der Partie. Die Preussen hatten ein Chancen-Plus. Florian Dethlefsen scheiterte mit einem Foulelfmeter an Börde-Keeper Robert Leonhardt (34.), Daniel Zoll (8.) und Marcus Preuss (11.) trafen Aluminium, später hatte Preuss bei einem Pfostenschuss Pech (90.).

Bei den Preussen gab Martin Liebold nach Kreuzbandriss sein Debüt. Zwar fehlte dem Routinier noch die Bindung, doch gesucht wurde der Mittelstürmer schon. Siegtorschütze Saager rief laut über den Platz „Poldi, wo bist du?“, der antwortete trocken: „Vorne.“

Preussen-Manager Klaus-Dieter Theise feierte seinen Geburtstag nach dem Pokalerfolg am Abend besonders intensiv.