Magdeburg l Die Schalker sicherten sich durch einen 3:1-Finalsieg über den 1. FC Köln zum zweiten Mal nach 2004 die Siegertrophäe und die eintausend Euro Preisgeld. Die regionalen Vertreter Lok Stendal, Fortuna Magdeburg und Burger BC blieben wie der gastgebende 1. FC Magdeburg ohne Sieg und spielten keine Rolle beim Kampf um vordere Plätze.

Turnierchef wünscht sich mehr Zuschauer

Turnierchef Lutz Pape zeigte sich zwar mit dem sportlichen Niveau sowie dem Drum und Dran sehr zufrieden, hätte sich aber doch deutlich mehr als die 3000 Zuschauer am Sonnabend und 2000 am Sonntag gewünscht. Nach dem letzten Spiel des FCM am Sonnabend leerte sich die Getec-Arena praktisch schlagartig.

Der einstige Dribbelkönig und FCM-Publikumsliebling Lars Fuchs durchlebte am Wochenende die zwei Extreme des Hallenfußballs. Am Freitagabend zeigte der 35-Jährige beim Wernersgrüner-Cup seine technische Klasse, dirigierte und traf wie in besten Tagen, wurde mit der FCM-Traditionself Turnierdritter.

Keine 24 Stunden später erlebte der gebürtige Bad Harzburger an gleicher Stelle beim Pape-Cup als U-15-Trainer des gastgebenden FCM sein sportliches Waterloo, standen doch seine Schützlinge nach den Vorrunden-Spielen gegen den SC Freiburg (1:4), dem späteren Sieger Schalke 04 (2:4), Cambridge United (0:1) und St.Pauli (1:4) punktlos auf dem letzten Platz, kassierten in der Lucky-Loser-Runde am Sonntagvormittag gegen Hertha BSC mit dem 1:4 eine weitere Niederlage und landeten ganz weit hinten.

FCM-Coach Fuchs enttäuscht

Das war trotz der zahlreichen Ausfälle im Kader auch für Fuchs, der die Mannschaft erst im Saisonverlauf übernahm, enttäuschend: „Das hatten wir uns schon anders vorgestellt.“

Auch sonst verliefen die letzten Monate sportlich gesehen alles andere als optimal für den früheren Edeltechniker. Im Sommer als Trainer der U-17-Bundesligatruppe inthronisiert, musste Fuchs den Posten nach zwei Monaten an FCM-Neuzugang Steffen Mühmer abgeben, übernahm die U 15.

„Dieser Wechsel hat mich schon überrascht, ist für mich eine Degradierung”, erklärte der frühere Profi, inzwischen Besitzer der Trainer-A-Lizenz, am Wochenende, um zu ergänzen: „Man konnte im Nachhinein sehen, dass das aktuelle Abschneiden der U 17 (Tabellenletzter der B-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost) nicht am Trainer liegt. Die Struktur der Mannschaft ist nicht optimal.“

Zukunft offen

Was Fuchs aber am meisten wurmt, durch die Versetzung zur U 15 ist seine weitere Trainerausbildung gefährdet, denn um den Fußballlehrer zu machen, müsste er eine Nachwuchs-Bundesligamannschaft trainieren. „Mein Vertrag beim FCM läuft im Sommer aus, dann bin ich weg. Die U 15 werde ich nicht weiter trainieren. Was dann passiert, ist Stand heute offen. Mein Traum, Fußballlehrer zu werden, besteht weiter.”

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