Magdeburg l Vor 250 Zuschauern erzielten Felix Fiedler (47.), Calvin Rupert Emmanuel (65.), Benjmin Fritsch (79.) und Nico Thurm (90. + 3) an der Zielitzer Straße die Treffer für den Sieger gegen den SV Arminia.

Noch vor dem Anstoß mussten beide Mannschaften eine schlechte Nachricht verkraften. Die zunächst avisierten fünf Wechsel pro Team wurden vom austragenden Stadtfachverband zurückgenommen und auf drei Wechsel pro Mannschaft reduziert.

Torhüter auf dem Posten

Nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Marcel Hosenthien ging es zunächst gleich ordentlich zur Sache. Jedoch ohne die ganz großen Chancen. Bis zur ersten Trinkpause nach 22 Minuten verzeichneten beide Teams je eine gute Möglichkeit. Doch sowohl beim Schuss von David Berlin (7. Minute) als auch beim Freistoß von Vincent Rasche (19.) waren die Keeper Marius Kolila (Besiegdas) und Marcus Klebe (Arminia) jeweils in der richtigen Ecke.

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Doch der Anfangselan verpuffte bald, so dass sich im weiteren Spielverlauf auf beiden Seiten eine gewisse Nervosität breitmachte. Keiner wollte das erste Gegentor kassieren.

Buckauer mit Chanenplus

Bis zur Pause erarbeitete sich die Arminia etwas Oberwasser. Verzeichnte durch Ralf Gasch (34.), Martin Schneider (36.) und Lukas Magnus (43.) gefährliche Möglichkeiten. Vor allem der Fallrückzieher von Magnus sorgte für Raunen im Rund.

Gleich zu Beginn des zweiten Durchganges fiel es endlich, das erste Tor. Doch nicht die mit einem Chancenplus in die Kabine gegangenen Buckauer trafen zur Führung. Zunächst drang Piotr Garcioch in den Arminia-Strafraum ein, kam aber zu Fall. Das aufspringende Leder landete bei Fiedler, der aus spitzem Winkel wuchtig ins lange Eck vollendete (47.).

Arminia will den Ausgleich

Nach diesem Treffer drängte Arminia auf den Ausgleich. Doch weder Magnus (48.), noch Lukas Brauer (52.) und Philipp Posselt (55.) hatten ihre Schussstiefel richtig geschnürt.

Dafür schlug Besiegdas-Neuzugang Emmanuel nach 65 Minuten auf der anderen Seite zu. Eine flache Gacioch-Hereingabe drückte der Inder mit der Fußspitze zum 0:2 über die Linie. Laute Freudenschreie bei Besiegdas, tiefe Ruhe bei den Arminen waren die Folge.

Buckauer treffen das Tor nicht

Wieder antwortete die Arminia mit wütenden Angriffen. Doch sowohl Dustin Lenz (66.) Felix Matthäus (67.) als auch Posselt (76.) verfehlten knapp den Besiegdas-Kasten.

Da waren die Cracauer aus anderem Holz geschnitzt. Auf Vorarbeit des eingewechselten Wlat Agel Kakil Kakil markierte Fritsch in der 79. Minute die endgültige Entscheidung zu Gunsten der SSV-Kicker.

Tor des Tages zum Abschluss

Die Cracauer stellten danach ihre taktische Formation um. „Nur noch Kontern. Keine eigenen Offensiv-Aktionen“, lautete die klare Ansage von Trainer Daniel Naumann. Und der SSV war es dann auch, der in der Nachspielzeit mit einem unglaublichen Treffer den Schlusspunkt setzte. Knapp 40 Meter vor dem Arminia-Tor sprang die Kugel Thurm vor die Füße. Der zog einfach direkt ab und setzte das Leder im hohen Bogen über Arminia-Schlussmann Klebe platziert ins Netz. Mit diesem Abschluss war wirklich nicht zu rechnen.

Während sich die Arminen nach der Siegerehrung sofort in ihre Kabinen verkrochen, meinte SSV-Coach Naumann: „Der Sieg ist zwar zu hoch ausgefallen, aber verdient. Denn wir haben im Gegensatz zu den Arminen einfach unsere Chancen besser genutzt. Das gab letztlich den Ausschlag für diesen Pokalerfolg.“