Magdeburg l Nach zwei Spielzeiten, in denen mit dem MSC Preussen und dem 1. FC Magdeburg II zwei Mannschaften das Geschehen in der Liga klar beherrschten und den Titel gewannen, glaubten viele Insider vor der Saison auf einen engeren Verlauf im Kampf um Meisterschaft und Aufstieg. Genannt wurden dabei häufig der Post SV, der zuvor zweimal den ersten Nichtaufstiegsrang belegte, Roter Stern Sudenburg, der FC Zukunft und der BSV 79, der bereits in der Rückrunde der Saison 2016/17 sein neues Potenzial andeutete.

Mit der Reserve des VfB Ottersleben hat damals aber wohl niemand groß gerechnet. Die Südwester um Trainer Andreas Sonnenberg profitierten dabei auch von der „Zuwanderungswelle“ zu Beginn des neuen Spieljahres in ihren Verein. So setzte der VfB II im Verlauf der ersten Halbserie 29 Spieler ein, von denen zehn im Sommer neu an den Schwarzen Weg stießen. Zudem konnte Sonnenberg kontinuierlich arbeiten, sowohl auf dem Trainingsplatz als auch im Spiel.

Verdiente Herbstmeisterschaft für die Vf

Die Herbstmeisterschaft ist vollauf verdient, die Südwester verloren nicht eine Begegnung im Kampf um Punkte, gingen nur im Viertelfinale des Stadtpokal-Wettbewerbes mit einer 1:2-Heimniederlage gegen den Landesklasse-Vertreter SSV Besiegdas vom Platz.

Bleibt die Mannschaft so stabil wie in der ersten Saisonhälfte, geht bei der Vergabe um die Meisterschaft kein Weg an ihr vorbei. Letztmals wurde der VfB II 2005/06 Stadtmeister, spielte danach aber nur ein Jahr in der Landesklasse, musste als Rangachter aufgrund des Landesliga-Abstieges der ersten VfB-Mannschaft aber wieder in die höchste Spielklasse der Stadt absteigen.

Nur zwei Punkte hinter dem VfB II folgt mit dem BSV 79 ein Team, welches bei einigen Trainern der Liga vor der Saison zu den Meisterschaftsmitfavoriten zählte. Bereits am zweiten Rückrundenspieltag im März kommt es an der Büchnerstraße zum mit Spannung erwarteten Rückspiel gegen den VfB II. Dann will das Team Revanche für die 1:3-Hinspielniederlage nehmen und die Spannung im Kampf um die Meisterschaft weiter erhöhen.

Konstante Leistungen bei Verfolgern gefragt

Bereits etwas Rückstand auf den Spitzenreiter haben die Roten Sterne und der Post SV, die fünf bzw. sechs Punkte hinter den Kickern vom Schwarzen Weg auf den Plätzen drei und vier rangieren. Beide haben die Meisterschaft noch nicht abgehakt, müssen aber im zweiten Saisonabschnitt, so sie noch Meister werden wollen, viel konstanter in ihren Leistungen auftreten.

Eine gute Rolle spielten bisher auch die drei Neulinge MSC Preussen II, SG Handwerk und USC. Letzterer brauchte zwar etwas Eingewöhnungszeit, hat jetzt aber bereits acht Punkte Vorsprung auf den Rangletzten, der laut Ausschreibung den Weg in die Stadtliga antreten muss. Diese rote Laterne trägt mit nur einem Punkt auf der Habenseite der SV Beyendorf.