Magdeburg l Zwar hatten die über weite Strecken harmlosen Harzer die erste Gelegenheit der Partie – Kai Meldau wurde durch die nicht immer sattelfeste VfB-Abwehr im letzten Moment geblockt (4. Minute) – doch dann nahmen die Hausherren das Geschehen in ihre Hand, erspielten sich zahlreiche klare Torchancen.

Dieterichs mit Großchancen

Allein Matthias Dieterichs, vor zwei Wochen als Einwechsler mit seinen zwei späten Toren der Matchwinner beim 3:1 über die Preussen, hatte in der ersten halben Stunde vier hochkarätige Möglichkeiten. So in der 16. Minute, als Gästekeeper Nico Picek noch mit einer Pranke seinen Kopfball abwehrte. Dann kam Dieterichs bei einer Eingabe einen Schritt zu spät (20.), wurde sechs Minuten später geblockt, da sich die VfB-Angreifer fast schon selbst auf den Füßen standen. Schließlich scheiterte Dieterichs erneut aussichtsreich an Picek (29.). Zuvor verfehlte Elias Gkotzias, der diesmal auch von Anfang an randurfte, das Tor, als er zu lange mit dem Abschluss zögerte (13.).

Gegen Ende der ersten Halbzeit legten die Gäste ihre Zurückhaltung ab, bettelte der VfB aber auch förmlich um ein Gegentor. Keeper Christoph Breitmeier wehrte einen Schuss des wuseligen Nico Engel, der eine Woche zuvor für Thales Reserve beim 10:0 in der Harzoberliga gegen Fortuna Halberstadt viermal traf, gerade noch zur Ecke ab (33.). Dann traf der 37-Jährige völlig frei vor dem VfB-Kasten den Ball nicht richtig (35.). So ging es torlos in die Pause.

Die zweite Halbzeit begann turbulent. Nach nicht einmal 120 Sekunden foulte Christian Meyer den Thalenser Alexander Block. Schiedsrichter Dustin Neumann zeigte nicht zu Unrecht auf den Punkt. Zum Glück für den VfB schoss Engel weit rechts vorbei, allerdings hatte Breitmeier die Torlinie auch viel zu früh verlassen. Dann hatte dessen Gegenüber Picek eine große Szene, holte einen Dieterichs-Schuss aus dem Dreiangel (50.).

Glück hatten die Ottersleber, als Meldau nach einem Freistoß einköpfte, die Schiedsrichter aber auf Abseits entschieden (53.). Danach wollten die Gastgeber mit dem Kopf durch die Wand, verfehlten das Tor der Harzer aber mehrfach hoch und weit. Dann kam Patrick Podehl für den verletzten Valentin Pung. Nur zwei Minuten später brach Maximilian Stockhaus den Bann, traf schön freigespielt gegen seinen Ex-Verein ins lange Eck zum 1:0 (72.).

Katte erneut mit glücklichem Händch

Mit der folgenden Einwechslung von Marcel Könning bewies VfB-Trainer Mario Katte erneut ein glückliches Händchen, denn der Einwechsler traf vier Minuten später im Nachschuss, als Picek wieder einmal den Ball prallen ließ, zum 2:0 (76.).

Damit war die Partie entschieden, die einen letzten Höhepunkt hatte, als Aldo Schmeil in der Nachspielzeit nach einem unnötigen Foul an der Mittellinie glatt Rot sah.

„Wir haben Glück, dass Thale den Elfmeter nicht nutzt. Letztendlich geht der Sieg aber in Ordnung“, so VfB-Trainer Katte.

VfB Ottersleben: Breitmeier - Schmeil, Prenzer, Meyer, Gude, Pung (70. Podehl), Richter, Purrucker, Stockhaus, Dieterichs (79. Haberland), Gkotzias (72. Könning)