Magdeburg l Seit über zwei Jahrzehnten trägt „Matze“ bereits das Trikot des BSV 79. Aus der A-Jugend des Polizei-SV heraus schloss sich der heute 41-Jährige einst zusammen mit einigen weiteren Jungspunden den damals überalterten Grün-Weißen an und geht nun, über 20 Jahre später, in seine fünfte, vielleicht auch letzte Landesklasse-Spielzeit.

Aufstieg das große Ziel

„Ich wollte unbedingt noch einmal mit dem BSV aufsteigen, das Ziel haben wir letzte Saison erreicht. Natürlich merkt man nach der langen Vorbereitung oder einem intensiven Spiel schon mal die Knochen, aber an ein Ende meiner Laufbahn denke ich bisher nicht“, so der Kapitän der Ostelbier.

Und selbst wenn es eines Tages so weit sein sollte, dass Wegener die Schuhe an den Nagel hängt, so soll das noch lange nicht sein Ende bei den 79ern bedeuten. „Der BSV ist eine große Familie für mich. Selbst wenn es spielerisch nicht mehr reichen sollte, möchte ich dem Verein verbunden bleiben“, so der 41-Jährige über den BSV 79, in dessen Nachwuchs mittlerweile auch sein Sohn die Töppen schnürt.

Viermal aufgestiegen

Als ein Spieler, der die letzten vier Spielzeiten des BSV in der Landesklasse und die resultierenden Abstiege allesamt mit bestritten und somit den Vergleich wie kein Zweiter hat, steht der Kapitän der erneuten Rückkehr auf Landesebene positiv gegenüber.

„Wir haben einfach viel mehr Landesklasse-Erfahrung im Kader als nach den letzten Aufstiegen. Unser Team hat eine gesunde Mischung aus älteren Spielern und jungen Talenten. Deshalb glaube ich, dass wir sehr wohl die Qualität haben, um die Klasse zu halten“, so der Leitwolf optimistisch.

Wegener geht immer voran

Aus dem homogenen Kader sticht Wegener als Kapitän und Wortführer hervor. „Er geht immer voran, ist auf dem Spielfeld mein verlängerter Arm und genießt höchste Anerkennung in der Mannschaft. Ein Spieler, wie ihn sich jeder Trainer wünscht“, adelt Behrens seinen langjährigen Teamkollegen und jetzigen Schützling, der in dessen Abwesenheit auch gerne mal die Verantwortung im Training oder im Spiel übernimmt.

So wird es auch morgen sein, wenn der TuS 1860 in der Büchnerstraße gastiert. Während Behrens noch im Urlaub weilt, übernimmt Wegener zusammen mit Co-Trainer Karsten Schmidt die Geschicke. „Natürlich ist TuS der klare Favorit, aber wenn wir die geschlossene Mannschaftsleistung aus dem Spiel gegen Besiegdas wiederholen, müssen wir uns vor niemanden verstecken“, blickt Wegener dem Duell mit der Mannschaft entgegen, die vor einer Woche im Pokal noch die Reserve der Grün-Weißen mit 17:0 aus dem Käfig schoss.

In den weiteren Partien des dritten Spieltages duellieren sich die noch sieglosen Vertretungen des SV Arminia und MSV Börde II. Während der HSV Medizin gegen Gommern und Olvenstedt gegen Samswegen zu Hause ran dürfen, sind Besiegdas in Nedlitz, Fortuna II in Gerwisch und die FCM-Zweite in Güsen auswärts gefordert.