Magdeburg l Wie bei den Alten Herren gab es auch bei den Männern eine Wachablösung unterm Hallendach. Die zweite Mannschaft des VfB Ottersleben setzte sich in der Sporthalle Westerhüsen hauchdünn gegen den punktgleichen Titelverteidiger Post SV durch. Letztlich hatte der VfB II das um einen Treffer bessere Torverhältnis gegenüber den Postlern.

Platz drei ging an den einzig teilnehmenden Vertreter aus der Stadtliga. Der MSV Börde III konnte zwei Spiele siegreich gestalten, verlor zweimal und belegte mit sechs Punkten Rang drei. Roter Stern Sudenburg und Aufbau/Empor Ost vervollständigten als Vierter und Fünfter das Klassement.

Janek Münch erneut stark

Einer der auffälligsten Spieler im gesamten Turnierverlauf war Post-Mittelfeld-Stratege Janek Münch, der vor 16 Jahren beim MSV Börde mit dem Kicken begann und 2011 mit mehreren Mitspielern und Trainer Jörg Grau von der Harsdorfer Straße zu Post wechselte. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Jakob wirbelte er am Sonnabend auf dem Parkett herum, dass es wahrlich eine Freude war, die Gelb-Roten spielen zu sehen. Meist waren beide nur durch Foulspiel zu stoppen, wobei die Schiedsrichter wie schon zuvor bei den Alten Herren eine klare Linie vermissen und oftmals Gnade vor Recht ergehen ließen.

„Eigentlich lieben wir es, in der Halle zu spielen. Wir überlegen es uns trotzdem jedes Jahr, ob wir an den Hallenmeisterschaften teilnehmen. Es sind ja durchaus Mannschaften dabei, die nicht das fußballerische Moment im Sinn haben. Daher ist die Verletzungsgefahr in der Halle sehr groß“, so Janek Münch.

Der Student für Deutsch und Geschichte auf Lehramt, der den technisch geprägten Fußball bevorzugt und Spielsituationen gern spielerisch löst, weiß aus aktuellem Anlass, wovon er redet. Im Freien konnte der Fußballer in dieser Saison noch kein Spiel bestreiten, fiel mit einer Muskelverletzung monatelang aus.

Post-Kader zu klein

Letztlich reichte es in diesem Jahr nur zu Platz zwei. „Schade, der erneute Titelgewinn hätte uns viel bedeutet. Unser Kader ist mit sieben Kickern einfach zu dünn besetzt.“

Vorrang hat für den Wirbelwind, der noch am Morgen als einer von zwei Trainern der Post-B-Junioren einen Turniersieg in Thale feierte, der Freiluftfußball. Münch: „Wir haben den festen Willen aufzusteigen. Das ist zwar kein Muss. Aber nach Jahren, in denen wir das Niveau in der Stadtoberliga mitbestimmen, wäre das gut“, so der Edeltechniker, der auch im Besitz der Trainer-C-Lizenz ist und später einmal als Coach arbeiten möchte. Letztlich habe es aber nie gereicht, da „der Kader oft zu klein war und wir Ausfälle einfach nicht kompensieren konnten.“

Dauerrivale VfB II

2019 soll es aber klappen, „weil wir zum einen den besten Fußball in der Liga spielen und wir andere Mannschaften kennenlernen wollen.“ Der ärgste Verfolger des aktuellen Herbstmeisters von der Spielhagenstraße ist übrigens der neue Hallenmeister VfB Ottersleben II.