Magdeburg l Die Gastgeber gingen arg gehandicapt in die Partie gegen den Tabellenfünften aus dem Havelland, mussten sie doch auf ihre Rückraumkanoniere Alexander Saul und Nichlas Hald Christensen verzichten. Die beiden Halbspieler laborieren an einem grippalen Infekt. Für sie rückten Leon Rastner und Luka Baumgart ins Team.

So war von vornherein klar, dass die jungen Gastgeber verstärkt über den Kreis oder die Außen zu Toren kommen mussten, was gegen die beste Abwehr der Liga nicht leicht werden sollte. Die kompromisslos, manchmal auch überhart zupackenden Gäste machten einem ihrer Trikotsponsoren namens „Havelbeton” alle Ehre.

Die Oranienburger, die sich ziemlich lange im Kabinengang auf die Begegnung einstimmten, so dass schon die Referees auf ein schnelleres Auflaufen drängten, lagen von Beginn an in Führung. André Czech und Leon Rastner scheiterten bei den ersten Youngsters-Angriffen, erst Tim Wiebe traf zum 1:2.

Da die Gäste mit Ivan Szabo zunächst auch einen deutlichen Vorteil auf der Torhüterposition besaßen, Max Mohs schon nach zwölf Minuten für Florian Link ins SCM-Tor kam, zudem David Sauß (insgesamt neun Tore) nicht in den Griff bekamen, führte der OHC beim 10:15 erstmals mit fünf Toren (24. Minute).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit witterten die Youngsters noch einmal Morgenluft. Zweimal Niklas Danowski sowie der vom Siebenmeterpunkt nervenstarke Nico Richter trafen zum 16:16 (33.). Auch wenn immer wieder technische Fehler und Fehlwürfe, dazu Zeitstrafen das Spiel der Hausherren ausbremsten, konnten die Elbestädter nach dem 28:29 durch Wiebe, 36 Sekunden vor dem Ende, auf zumindest noch einen Punkt hoffen.

Doch die anschließende offene Manndeckung der Magdeburger brachte keinen Ballgewinn mehr. Im Gegenteil, Dennis Leroy Schmöker traf mit dem 30:28 für die Gäste zum Endstand.

„Wir wussten um die Schwere der Aufgabe, die zwei Ausfälle taten weh. Am Ende gewannen wir die wichtigen Duelle nicht mehr, zogen auch keine Zeitstrafen mehr, im Gegenteil war der OHC in Überzahl. Im Gegensatz zum HSV-Spiel fehlte auch das nötige Quäntchen Glück”, befand Youngsters-Coach Felix Eckert. Dessen Gegenüber, Gästetrainer Christian Pahl, lobte das Tempospiel der Youngsters und sagte ihnen den Klassenerhalt voraus.

 

SCM II: Link 1, Mohs - Czech 2, Rastner 2, Friedrich 2, Wiebe 5, Hübner 3, Schulze 2, Danowski 2, Richter 8/6, Kluge 1, Baumgart