Magdeburg l Die Mädchen des HSV bezwangen in der Endrunde um die mitteldeutsche Handball-Meisterschaft der weiblichen Jugend C in Hoyerswerda im Halbfinale den SV Union Halle-Neustadt sicher mit 31:20. Im Finale mussten sich die Elbestädterinnen nach großem Kampf dem Drittliganachwuchs des HC Leipzig verdient mit 20:23 geschlagen geben. Aus einer tollen Teamleistung tat sich beim HSV noch Alica Rißland als beste Turniertorschützin (23 Tore) hervor.

Der HSV Magdeburg musste neben Torhüterin Svenja Weyer kurzfristig auch auf Jil Huber und die Jungnationalspielerin Lucy Gündel verletzungsbedingt verzichten. Obwohl auch Lara Thieme im ersten Spiel nicht eingesetzt wurde, war der Sieg im Halbfinale gegen den Dauerrivalen aus Halle klar und äußerst souverän.

Aufholjagd fast belohnt

Im Finale lag der HSV schnell mit 0:4 (5. Minute) hinten. Doch erst nach dem 1:7 war der HSV im Spiel, kam durch Tore von Rißland (4), Thieme (1) und Maria Halloul (2) zum 8:9 (15.). Doch bis zur Pause setzte sich Leipzig auf 13:9 ab. Im zweiten Durchgang zeigte der HSV eine überragende kämpferische Teamleistung, schaffte in der 40. Minute das 17:17, ging kurz danach durch Pauels mit 18:17 in Front.

Erst in der Schlussphase nutzte der HCL die Fehler des HSV gnadenlos aus, vergab die Führung nicht mehr und kam zum 23:20-Erfolg.

 

HSV Magdeburg: Bambynek; - Thieme 3, Titsch 10, Rißland 23, Halloul 4, Jannasch, Kramß 2 Koulechova 1, Beinroth, Wegener 1, Pauels 5, von Wangelin 4

SCM und BSV sehen sich im Semifinale

Bei den Jungen, diese Endrunde wurde in Eisenach ausgetragen, setzte sich im Halbfinale zunächst der SC DHfK Leipzig klar mit 35:15 (20:9) über Gastgeber ThSV Eisenach durch.

Im zweiten Semifinale kam es zum Aufeinandertreffen zwischen dem SC Magdeburg und dem BSV 93. Nach vier Minuten und einem Spielstand von 5:1 für den SCM schien es, als ob es aus BSV-Sicht zu einem desaströsen Club-Durchmarsch kommen sollte. Aber die Olvenstedter fingen sich, spielten über weite Strecken gut mit, lagen aber zur Pause mit 11:17 zurück.

Auch wenn der BSV auf 15:19 (29. Minute) herankam, war es für den SCM aber nie wirklich gefährlich. Der Club drückte nach Belieben auf die Tube oder nahm Tempo aus dem Spiel. Der 33:24-Endstand reichte für den Einzug ins Finale. Mehr war aus Club-Sicht nicht erforderlich.

BSV verliert auch Bronze

Im kleinen Finale zwischen dem BSV 93 und Eisenach boten beide ein Spiel auf Augenhöhe. Spieltechnisch waren kaum Unterschiede auszumachen. Letztlich entschieden Konzentration und Spielpräzission darüber, wer als Sieger und damit Bonze-Gewinner das Final-Four-Feld verlassen sollte. In der ersten Halbzeit wechselte ständig die Führung, zur Pause hieß es aber 15:13 für Eisenach. Die zweite Hälfte geriet zu einem Nervenkrimi, an dem die Schiedsrichter nicht ganz unbeteiligt waren. Erst in der 36. Minute schaffte der BSV mit dem 18:18 wieder einmal Gleichstand. Danach boten beide erneut ein ausgeglichenes Spiel, bevor der ThSV Eisenach vorentscheidend auf 24:21 (46.) erhöhte.

 

BSV 93: Bittmann, Paech - Wölkerling 6, Hohmann, Scheerenberg 8, Schneider 2, Heise 2, Rockmann 3, Kruggel 1, Heine 22, Hahn, Hampel 3, Kersten 2

Verdienter Club-Sieg

Im Finale sah die altehrwürdige Werner-Aßmann-Halle zu Eisenach ein denkwürdiges und von beiden Teams ausgeglichen geführtes Spiel, in dem ständig die Führung wechselte. Da reichte den Messestädtern in Hälfte eins gar eine Drei-Tore-Führung (11:8, 14.) nicht. Zur Pause stand es 14:13 für den SCM. Das enge Spiel hielt auch in Durchgang zwei an, jetzt konnte der SCM eine Drei-Tore-Führung nicht ausbauen (21:18, 22:19, 39. und 42.). Ab dem 23:22 kam Leipzig zwar immer zum Ausgleich, aber eben nur bis zum 25:25 (48.). Dann machten Sten Peter Koletzki und Yasin Noah Jaidi den 27:25-Erfolg klar.

 

SC Magdeburg: Häcker, Halloul - Jaidi 4, Linke 13, Niestroj 5, Liehr 6, Hein 8, Daßler 4, Koletzki 6, Möller 5, Imm, Most, Pfeil 4, Haake 5