Magdeburg l Youngsters-Trainer Vanja Radic hat derzeit unruhige Nächte. Das liegt weniger an der 28:29-Vorwochenniederlage im Landesderby bei Anhalt Bernburg. Vielmehr ist der 34-jährige Bosnier kürzlich erstmals Vater geworden, hat neben Gattin Yasmin nun auch Töchterchen Ella zu Hause in Zerbst an seiner Seite.

Derbypleite abgehakt

Die unglückliche Derbypleite hat der Coach inzwischen für sich ausgewertet, hadert auch nicht mehr mit der letzten Szene des Spiels, als seine Mannschaft beim geblockten Wurf von Max Neuhaus vergeblich einen Siebenmeter forderte. „Die Aktion war in Ordnung, alles gut“, so Radic gestern mit etwas Abstand im Gespräch.

Vielmehr hätten seine Schützlinge gegen Bernburg, das mit sechs ehemaligen Youngsters antrat, nach einer guten ersten Halbzeit im zweiten Abschnitt zu viele Fehler in Angriff und Abwehr gemacht. Das dürfe am Sonnabend (18.30 Uhr) im Spiel bei der von Thomas Knorr trainierten HSG Ostsee Neustadt/Grömitz nicht passieren, denn sonst würde man auch beim Aufsteiger aus der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein eine böse Überraschung erleben.

Neuling nicht unterschätzen

„Wir werden den Neuling bestimmt nicht unterschätzen, denn der kann kämpfen und ist ein guter Gegner“, vermutet Radic. Die Ostseestädter spielen nicht nur ein gutes Tempo, das sie auch bis zum Ende durchhalten können, sondern sind auch im Positionsangriff gut besetzt. Besonders auf die torgefährlichen Halbspieler im Rückraum müsse man sich einstellen, warnt Radic seine SCM-Youngsters.

Wie beim SCM II steht auch bei der HSG vor der morgigen Partie in Grömitz je ein Sieg und eine Niederlage zu Buche. So gewannen die Schützlinge von Trainer Knorr, der 2014 nach insgesamt 500 Bundes- liga-Spielen direkt vom SCM zur neugegründeten HSG wechselte, zum Auftakt bei der SG Flensburg II, unterlagen dann dem TSV Altenholz.

Bei der SCM-Zweiten wird aktuell noch um die erkrankten Kreisspieler Niklas Danowski und Robin Danneberg sowie Neuhaus (Schulter) und Justus Kluge (angeschlagen) gebangt.