Magdeburg l Eine wohl einmalige Konstellation kann derzeit in Magdeburg beobachtet werden.

Mit Harry Jahns (66), Sohn Michael Jahns (41) und Enkelin Emma Jahns (17) sitzen bei Spielen der Frauen und des Nachwuchses des HSV Magdeburg nicht selten drei Handball-Generationen der Familie Jahns als Trainer bzw. Mannschaftsverantwortliche auf der Bank.

Vom SCM zum HSV

Handball-Urgestein Harry Jahns, der als Spieler mit dem SC Magdeburg alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gab, später als Trainer mit dem SCM-Nachwuchs acht deutsche Meistertitel an die Elbe holte, trainiert neben den HSV-Männern (Sachsen-Anhalt-Liga) inzwischen auch die Frauen (Mitteldeutsche Oberliga) und die weibliche Jugend A, die man in der Bundesliga etablieren möchte.

Der frühere Bundesliga- und Nationalspieler Michael Jahns ist noch für die von Vater Harry gecoachten Männer des HSV am Ball, assistiert zudem beim Nachwuchs und ist im HSV-Vorstand tätig. Michael Jahns Tochter Emma muss wegen mehrerer schwerer Verletzungen an Arm und Bein aber schon lange pausieren und arbeitet aktuell an ihrem Comeback beim HSV, für den sie noch ein Jahr A-Jugend spielen kann. Und das möglichst in der Bundesliga.

Zwar verpasste das Jahns-Trio im vergangenen November nach Heimniederlagen gegen Bad Soden und Borussia Dortmund den Einzug in die Zwischenrunde der A-Jugend-Bundesliga, doch steht der Nachwuchshandball klar im Zentrum aller Bemühungen der HSV-Verantwortlichen.

„Im Mädchenbereich wollen wir auf jeden Fall die Nummer eins in Sachsen-Anhalt werden, denn man muss die heranwachsenden Mädchen motivieren“, so Michael Jahns. „Langfristig muss es das Ziel sein, auch im Frauenbereich – bei dem Nachwuchs, den wir haben – die nächsthöheren Ziele anzugehen“, ergänzt Jahns junior.

Seit 2014 ist der ein Jahr zuvor gegründete Verein Landesleistungsstützpunkt. „Wir haben in den letzten zwei Jahren einen extrem großen Schritt nach vorn gemacht“, erklärt Michael Jahns, der hofft, dass nach viele weitere kleine und große Schritte in Richtung Spitze folgen.