Magdeburg l Beide Topmannschaften gewannen am Wochenende ihre Spiele, treffen nun im direkten Duell aufeinander. Im Stadtderby unterlag der Magdeburger SV 90 dem TuS 1860 Magdeburg mit 26:32 (13:18).

MSV 90 – TuS 186026:32

Nur in den ersten fünf Minuten der Partie konnten die Handballerinnen des gastgebenden Magdeburger SV 90 überzeugen. Jessica Reß nahm sich einen Wurf aus dem Rückraum, Anika Kracht verwandelte einen Siebenmeter und Christin Zunkel konterte zweimal perfekt zum 4:0 (5. Minute). Dann nahm TuS-Trainer Carsten Richter eine Auszeit, danach wirkten die Lemsdorferinnen wie ausgewechselt, ließen ein Tor nach dem anderen zu.

Die Abwehr hatte gegen die Neustädterinnen keinen Zugriff und die Torhüterinnen bekamen auch keine Hand an den Ball. Dann gab es auch noch eine längere Spielunterbrechung aufgrund einer schweren Schulterverletzung von TuS-Spielerin Tina Matthei.

MSV von der Rolle

Während der MSV 90 nun völlig von der Rolle war, tra-ten die Gäste um die 14-fache Torschützin Jenny Friese danach mit unglaublichem Selbstbewusstsein auf, zogen vom 10:10 auf 15:10 davon, lagen zur Halbzeit bereits vorentscheidend mit 18:13 vorn.

Auch in der zweiten Hälfte kamen die Gastgeberinnen nur noch auf maximal vier Treffer heran, zogen die TuS-Frauen bis zum 26:32-Endstand unbeirrt ihre Kreise.

Die mit einem Krankenwagen abtransportierte Matthei konnte inzwischen das Krankenhaus mit einem Gipsverband wieder verlassen.

Überraschung bleibt aus

MSV-Trainer Thomas Görlich meinte anschließend: „Die Überraschung, einen der Großen zu schlagen, blieb diesmal aus. Aber auch mit dieser bitteren Niederlage müssen wir umgehen. Wichtig ist, nicht den Kopf in den Sand zu stecken.“

 

MSV 90: Joneck, Körtge – Eckardt 5, Götze 6, Reß 6/1, Barth, Zunkel 5, Jürgens, Kracht 4/4

TuS 1860: Schulz, Breitkopf – Witte, L. Haegebarth 1, Heine 4/1, Müller, Jura 2, Matthei, Kuhnert, J. Haegebarth 3, Friese 14/2, Petzke 8

FSV 1895 –Anhalt Bernburg24:22

Spitzenreiter Fermersleber SV tat sich gegen den Tabellenfünften über weite Strecken schwer, lag in der ersten Halbzeit mehrfach mit zwei Toren hinten (3:5/8. Minute; 4:6/10.). Kristin Musche traf per Siebenmeter zum 10:10 (29.), Christiane Wilke zwei Sekunden vor dem Pausenzeichen zum 11:10-Halbzeitstand.

Bernburg hält gegen

Auch nach dem Seitenwechsel hielten die Saalestädterinnen, die in Henriette Nagel (7/1) ihre beste Werferin hatten, weiterhin aufopferungsvoll dagegen, gingen auch noch einmal mit 17:16 in Führung (43.).

Als danach FSV-Coach Martin Musche eine Auszeit nahm, anschließend seine Frau Kristin zum 17:17-Ausgleich traf (44.), schien der Bann endgültig gebrochen.

Mit einem 4:0-Lauf durch Melanie Sauer und drei Toren in Folge von Laura Noll – mit zehn Treffern beste Werferin der Gastgeberinnen – zogen die Fermersleberinnen auf 21:17 davon. Doch selbst das war noch nicht die Entscheidung.

Endscheidung in Schlussminute

Nach dem 22:18 durch Katja Nebeling erzielten die Bernburgerinnen vier Tore in Folge, glichen zum 22:22 aus (60.). Nebeling und Wilke sieben Sekunden vor Schluss sorgten schließlich für den knappen wie umkämpften 24:22-Erfolg des Fermersleber SV, der am kommenden Sonnabend im Topspiel beim DRHV ran muss.

FSV: Hecker – Sauer 1, Hirche 4/1, Gottschalk, Ilyes, Noll 10, Wilke 4, Musche 3/1, Engelmann, Nebeling 2, Grunert, Schwerdtner