Magdeburg l „Vor dem Spiel hätte ich einen Sieg mit einem Tor unterschrieben. Der Schlüssel zum Sieg war, dass wir eine total gute Abwehr inklusive Torhüter stellen, 50 Minuten richtig ackern“, zeigte sich SCM-Trainer Julian Bauer nach dem Schlusspfiff mehr als zufrieden. Dass es am Ende sieben Tore Differenz sein würden, war lange Zeit nicht abzusehen.

Spiel war lange Zeit offen

Zwar führte der Gastgeber in der Anfangsphase mit 2:0 und 4:1, doch beim 4:4 waren die Jung-Löwen wieder dran, legten selbst mit 6:5 vor. Es war allerdings die einzige Gästeführung. Auch wenn die Elbestädter zehn Minuten vor der Pause mit 11:7 führten, zum Seitenwechsel waren die Gäste durch ein Tor ihres besten Werfers, den baumlangen Philip Ahouansou (6 Tore), beim 13:11 wieder heran.

„Man kannte sich schon aus verschiedenen Aufeinandertreffen über die Jahre hinweg mit der Landesauswahl, hat kaum Geheimnisse voreinander“, begründete Bauer die über weite Strecken der Partie herrschende Ausgeglichenheit, denn auch beim 18:16 nach 33 Minuten war noch nichts entschieden. Doch dann hatten die Gastgeber, angetrieben von den meisten der 520 Zuschauer, einen 5:0-Lauf, zogen auf 23:16 weg (40. Minute).

Coach Bauer rotiert erneut

„Ein Schlüssel für unseren Erfolg war wieder die Breite im Kader. Wir rotieren relativ beständig. Jeder Spieler bekommt seine Pausen, so dass natürlich die Kräfte bis zum Ende hoch bleiben“, sieht Magdeburgs Coach das Erfolgsgeheimnis. Ausschlaggebend für Bauer waren die Abwehr und Torhüter. „Im Tempospiel waren wir diesmal etwas fehlerbehaftet. Das haben wir schon besser gespielt“, sah der junge Erfolgstrainer aber auch durchaus Ansätze zum Nachjustieren.

Wichtig war auch, dass sich seine Schützlinge in der Schlussphase auch nicht durch einige strittige Entscheidungen der Schiedsrichter Julian Köppl und Denis Regner aus der Ruhe bringen ließen. „Da sind wir ganz cool geblieben, haben das bis zum Ende sauber durchgespielt“, so Bauer.

Fans feiern vorzeitig

Bereits beim 26:18 vier Minuten vor Schluss durch Oskar Schöll (44.) feierte die Halle den Sieger. Am Ende hielt es keinen Fan der Elbestädter mehr auf dem Sitz.

Bezeichnend für die tolle Moral war das letzte Tor durch Malvin Haeske, der einen direkten Freiwurf zum 28:21 verwandelte. „Das kann am Ende das entscheidende Tor sein“, sagt Coach Bauer, strebt aber auch für das Rückspiel einen Sieg an und setzt dabei auf eine gute Trainingswoche.

SCM: Diestelberg, Patzwaldt – Gehlert 2, Krömke, Hoffmann 5/2, Haake 2, Uscins 3, Haeske 2, Meyer, Schöll 2, Winter 1, Wucherpfennig, Eißing 8, Döbler 3

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